Du hast 2026 massiv den Außendienst aufgestockt. Wie viele MitarbeiterInnen fahren aktuell für euch im Markt?
BH: Im vergangenen Jahr habe ich insgesamt 35 Bewerbungen von Hair-Haus-Außendienstmitarbeitern erhalten. Ich habe sehr mit mir gerungen, ob ich und wenn ja wie viele ich einstelle. Am Ende haben wir uns für zehn neue Leute entschieden, die wir bei Stopperka integriert haben und haben heute eine 36-köpfige Außendienstmannschaft. Zehn zusätzliche Leute, das ist schon eine ziemlich große Investition, finanziell, personell und menschlich.
Habt ihr bestimmte Regionen verstärkt, intensiviert oder seid ihr in neue Regionen expandiert?
BH: Sowohl als auch. In Regionen, in denen wir nicht so stark waren, haben wir uns mit neuen Personen verstärkt. Gleichzeitig sind wir auch in Gebiete gegangen, in denen wir vorher noch gar nicht waren. Ich habe dafür 10 passende Kandidaten ausgewählt. Gerne hätte ich mehr eingestellt, aber das können wir wirtschaftlich derzeit auch nicht stemmen. Weitere 10 Personen haben aber im Euro Friwa Großhandelsverbund, dem auch wir angehören, einen Job gefunden.
In den vergangenen Jahren gab es einige Insolvenzen und Schließungen beim Wettbewerb. Ist der Wettbewerb unter den Großhändlern dadurch fairer oder härter geworden?
BH: Eigentlich hat man das gar nicht so stark gemerkt. Der Markt teilt sich relativ schnell auf die verbleibenden rund 30 Großhandlungen auf. Man darf auch nicht außer Acht lassen, was im Onlinebereich passiert. Da gibt es inzwischen auch Anbieter aus anderen Ländern, die ohne Service zu unfassbaren Dumpingpreisen in Deutschland verkaufen.
Mit einem größeren Außendienst wächst natürlich auch der Umsatz. Verzeichnet ihr auch Bestandswachstum?
BH: Nein, da ist die Entwicklung leider eher rückwärts.
Im Moment reden viele von Krise; andere formulieren es positiv und sagen, es sei eine Marktbereinigung. Was ist es aus deiner Sicht?
BH: Ich weiß nicht, ob sich der Markt gesundschrumpft, aber er schrumpft. Alles wird kleiner: Messen, Seminare, Außendienst, Großhandlungen. Was signifikant weiter wächst, ist der Online-Bereich und der migrantische Barbermarkt.
Wie seid ihr online-technisch aufgestellt?
BH: Wir haben uns mit stopperka.de schon sehr früh digital aufgestellt. In dieser Abteilung arbeiten inzwischen 3 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist ein Bereich, der aktuell jedes Jahr zweistellig wächst.
Ihr feiert dieses Jahr 70 Jahre Stopperka. Mit welchem Fokus gehst du in die Zukunft?
BH: Das ist eine spannende Frage. Ich bin ja bereits die dritte Stopperka-Generation. Es heißt: Die erste Generation gründet, die zweite baut auf und die dritte fährt das Unternehmen gegen die Wand. Das möchte ich natürlich überhaupt nicht und meine Kinder stehen theoretisch schon in den Startlöchern, da möchte ich die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zukunft schaffen, sollten sie denn wollen.
Am 5. und 6. September 2026 steigt die große Stopperka-Hausmesse in Hamburg. Was dürfen wir in diesem Jahr erwarten?
BH: Unser großer Fokus liegt auf einem richtig großen Bühnenprogramm. Klar gibt es wie immer tolle Angebote, Gratisverkostung, das superbeliebte Glücksrad und die Veranstaltung kostet keinen Eintritt.
Stopperka Hausmesse 2026