Geboren in Jugoslawien, mit 5 Jahren nach Deutschland gekommen und später wieder weggeschickt. Allein, als 15-jährige, kam Beky dann zurück nach Deutschland, machte hier ihre Friseurausbildung „um Geld für ein Architekturstudium verdienen zu können“ und blieb dabei. Sie machte ihren Friseur-Meister, eröffnete ihren Salon, bildete aus, arbeitete als Freelancerin für Revlon Professional DACH, ist On Air Stylistin beim SWR, Dozentin in der Medienakademie ARD / ZDF, ist Mutter und aktiv in der Politik ... Wow!
Im Gespräch mit Katja Ottiger
Beky, du hast direkt nach deiner Ausbildung, mit knapp 19 Jahren, deinen Friseurmeister gemacht. Wie denkst du heute darüber?
Beky: Aus jetziger Sicht war das viel zu früh, man hat keine Erfahrung und Meister ist man erstmal nur auf dem Papier. Ich bin definitiv dafür, dass es wieder die 3- oder 5-jährige Gesellenpflicht gibt. In dieser Zeit reift man und sammelt Erfahrung. Macht man so früh den Meister, macht man sich zu früh selbstständig. Das belegen auch die hohen Zahlen der Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen in Deutschland. Es machen sich zu viele Junge zu schnell selbstständig. Und aus Arbeitgebersicht fehlen uns die Gesellen, weil diese jungen Leute raus aus den Salons sind.