Rap und Hip-Hop waren immer schon nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein kulturelles Phänomen. Rapper sind heute mehr als nur Musiker, sie sind Modeikonen, Influencer und nicht zuletzt auch Unternehmer, die abseits der Musikindustrie satte Einnahmen lukrieren. Eigene Modelabels, Schmuck, Pflegeprodukte, Tabaksorten, Getränke, Tattoostudios – die Geschäftszweige reichen weit und die Reaktionen der Fans sind nicht immer positiv, wenn die Produkte zu ähnlich sind.
Der neue Vermarktungstrend in der Rapszene dürften nun Barbershops und Friseurläden sein - doch wie geht ein Handwerk und Musik zusammen?
Rapper und ihre Barbershops – ein paar Beispiele
Berühmtester Vertreter dürfte RAF Camora mit seinen beiden Salons "R. / TATTOO X BARBER" in Salzburg und Wien sein (@r.tattoo.barber), die mit 5m hohen Decken und einem genialen Mix aus Altbau und Industrial optisch kaum zu toppen sind. Hier ist hohe Qualität am Start.
Raf Camora erzählt im OMR Business-Podcast über seine zahlreichen Sidebusinesses, dass es ihm Erfüllung und Selbstverwirklichung gibt, diese groß und erfolgreich zu machen. In einem Forbes-Interview sagt er zu seiner Motivation: „Beim Tattoo- und Barbershop dachte ich, dass ich das mit links mache. Da habe ich zu Beginn aber richtig ins Klo gegriffen und viel Geld verbrannt. Da wusste ich: Schuster, bleib bei deinen Leisten!“, woraufhin er die Salonleitung an Tattoo-Artist Moritz Sageder übergab und seither, eigenen Angaben zufolge, Umsätze im Millionenbereich macht.