Die Rolle der überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen (ÜBA) und deren Auswirkungen auf die betriebliche Lehrlingsausbildung war Thema eines Treffens der Wiener Landesinnungsmeisterin Gülten Karagöz und Stellvertreter Peter Schaider mit AMS-Chef Dr. Johannes Kopf zu einem persönlichen Gespräch.
"Friseurbetriebe stehen täglich vor derselben Herausforderung: Wir brauchen Lehrlinge – junge Menschen, die im Salon arbeiten, mit echten Kundinnen üben, Verantwortung übernehmen und so Schritt für Schritt ins Berufsleben hineinwachsen", so Gülten Karagöz.
Fachkräfte entstehen nicht in Warteschleifen
Aus Sicht der Branchenvertretenden ist der Befund klar: Friseurlehrlinge werden im Salon gebraucht – dort, wo an echten Kundinnen und Kunden gearbeitet, Verantwortung übernommen und Teamfähigkeit gelebt wird.
"Nur im echten Arbeitsumfeld lernen Lehrlinge, was es heißt, Facharbeiterin und Facharbeiter zu sein."
Jedoch: "Statt in den Betrieben landen viele Jugendliche in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen. Das klingt auf den ersten Blick wie eine Lösung, entpuppt sich aber bei genauerem Hinsehen als Konkurrenz für die Wirtschaft", ist Gülten Karagöz überzeugt.
Dr. Johannes Kopf zeigte sich überrascht über die Wahrnehmung des AMS als Wettbewerber zu Friseurausbildungsbetrieben.