Von jedem Euro = 100 Cent, den Kunden beim Friseur zahlen, gehen in Deutschland...
- 16 Cent Mehrwertsteuer an den Staat (bei 19% MwSt. auf den Nettoumsatz)
- 84 Cent verbleiben zunächst beim Unternehmen
Von diesen 84 Cent...
- 36 Cent beträgt der Lohnaufwand für die Mitarbeiter
- 7 Cent davon sind Arbeitgeberanteile Sozialversicherung, einschließlich Berufsgenossenschaft
- 29 Cent verbleiben als Bruttolohn
- 6 Cent davon gehen ab als Arbeitnehmeranteil Sozialversicherung
- 4 Cent sind als Lohnsteuer fällig
- 19 Cent verbleiben als Nettolohn beim Mitarbeiter
- 27 Cent beträgt der Wareneinsatz für Dienstleistungen, sowie die Gemeinkosten (ohne Gewerbesteuer)
- 1 Cent Gewerbesteuer fällt an
Also 20 Cent verbleiben dem Unternehmer vor persönlichen Steuern
- 6 Cent Einkommenssteuer, Ergänzungsabgabe, Kirchensteuer sind abzuführen
- 3 Cent für die Handwerker-Pflichtversicherung ist zu bezahlen
= 11 Cent beträgt das Nettoeinkommen des Inhabers für seinen Arbeitseinsatz und seinen Kapitaleinsatz
Das bedeutet: Von jedem Euro, den Kunden beim Friseur lassen, bekommen
- 43 Cent die „öffentlichen Hände“
- 19 Cent netto die Mitarbeiter
- 27 Cent netto die Lieferanten
- 11 Cent netto der mitarbeitende Inhaber (ohne Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung)
Die Zahlen sind errechnet aus Betriebsvergleichszahlen (Wella AG) für einen Durchschnittsbetrieb mit 170.000 Euro Dienstleistungsumsatz und fünf Beschäftigten einschließlich Chef.
Quelle: Dieter Schneider "Viel Erfolg im Umgang mit Friseurkunden", Marktlücke Verlag