Waschen, Schneiden, Färben, Föhnen macht 100 €
Dieser Preis ist freilich austauschbar, zur einfachen Rechendarstellung haben wir uns auf 100 € geeinigt. Diese kann durch jede Ausgabe ersetzt werden.
Bruttopreis 100,- € = 120 %
16,67 € oder 20% Mehrwertsteuer gehen direkt an den Staat.
Da waren es dann nur noch 83,33 € auch Netto genannt.
Von den übrigen 83,33 € muss alles andere mit einbezahlen in den großen Ausgabenpott, der die Grundlage für den Salonalltag bildet:
52,08 € oder 62,5 % bilden die Ausgaben für Löhne, Gehälter und sämtliche Lohnnebenkosten, inkl. Meistergehalt für den Chef.
Wer jetzt glaubt, damit spaziere der Mitarbeitende aus dem Salon, weit gefehlt. Denn davon ab gehen sämtliche Sozialabgaben (z.B. Kranken-, Pensions-, Arbeitslosenversicherung) und ebenso zahlt es den Lehrling, die Rezeptionistin. Auch muss ein Lohnpuffer aufgebaut werden, denn Mitarbeitende will auch in Urlaubs oder Krankheitsfall gezahlt werden.
8,33 € oder 10 % für Produkte (Shampoo, Conditioner, Haarfarbe, Stylingprodukt)
8,33 € oder 10 % für Miete und Betriebskosten
2,50 € oder 3 % für Werbung, Web, Flyer, Terminsoftware, …
2,50 € oder 3 % für Strom, Energie, Wasser (Waschmaschine, Heizung, Klimaanlage, Licht, Wasser,…)
1,67 € oder 2 % für Weiterbildung/ Seminare: Hochqualifiziert und immer am Puls der Zeit, so will jeder seinen Stylisten, auch das kostet
1,67 € oder 2 % für Reinigung, weil man es hygienisch sauber haben möchte, jeden Tag
1,46 € oder 1,75 % für Versicherungen/ Beiträge/ sonstige Steuern von Haftpflicht, Rechtsschutz, Gewerbesteuer bis Wirtschaftskammer Beiträge
0,83 € oder 1 % für Reparaturen, Instandhaltung, es geht immer mal etwas kaputt oder muss gewartet werden
0,83 € oder 1 % für Kaffee, Tee, Getränke: selbstverständlich für den Kunden, nicht für die Bilanz
0,83 € oder 1 % für die Banken: ob Kontoführung oder Kreditkartengebühren, alles kostet
1,25 € oder 1,5 % für Sonstiges und da gibt es so einiges, die zum Beispiel den Salonaufenthalt verschönern: Blumen, Zeitungen, …
1,04 € oder 1,25 % bleiben ganz zum Schluss übrig und bilden den Gewinn des Unternehmens. Oder sie werden in Rücklagen gesteckt, die dann für zum Beispiel für Renovierung, neue Einrichtung, die Anschaffung einer neuen Waschmaschine und so fort verwendet werden.