Eigentlich angekündigt für den 4. Juni, soll Ende dieser Woche dann doch der elektronische „Grüne Pass“ umgesetzt werden - wenn auch vorerst nur für genesene und getestete Personen, denn Geimpfte müssen sich noch etwas gedulden. Für Erstere können Zertifikate mit EU-konformen QR Codes ab Ende der Woche somit digital erstellt und abgerufen werden. Das gab das Gesundheitsministerium am Montag bekannt. Ab 1. Juli folgt die Erweiterung des Nachweises im EU-Standard und soll dann EU-weit gültig sein. Jeweilige Zertifikate werden dann an den Grenzen durch die Mitgliedsstaaten gegenseitig anerkannt werden, wenn auch unter Vorbehalt, denn in allen Ländern gelten unterschiedliche Regeln.
Gefälschte App „Corona Green Pass Austria"
Der Pass ist noch nicht verfügbar, aber das Gesundheitsministerium warnt bereits vor den Betrug mittels der App „Corona Green Pass Austria“. Diese erweckt den Anschein, gültige QR-Codes zu erstellen, die zum Zutritt zu Gastronomie und körpernahen Dienstleistungen berechtigen, wie das Gesundheitsministerium auf seiner Website bekannt gibt.
„Watchlist Internet“, die unabhängige Informationsplattform zu Internet-Betrug und betrugsähnlichen Online-Fallen aus Österreich, hat diese vermeintlich offizielle App mit erfunden Daten getestet und einen scheinbar gültigen QR-Code mit der Bestätigung einer überstandenen COVID-19-Erkrankung erhalten. Die Plattform warnt eindrücklich vor diesem Tool, für das per Whatsapp und über Facebook-Anzeigen Aufmerksamkeit geschürt wurde.
Nutzung der App ist strafbar
Die von dieser App produzierten Zertifikate sind ungültig und dürfen nicht verwendet werden. Wer diese App nutzt, macht sich zudem strafbar. Also die Augen offenhalten, denn das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz macht darauf aufmerksam, dass auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, dass es sich bei dem QR-Code um eine Fälschung handelt.