Das Bundesinstitut für Berufsbildung erhebt alle 6 Jahre den Verbleib von Erwerbstätigen in Relation zu ihrem ursprünglich erlernten/ studierten Berufsbild.
Der Blick auf das Berufsbild Friseur ist fatal: 62% der gelernten Friseurinnen und Friseure arbeiten nicht mehr in ihrem ursprünglich erlernten Handwerk und sind damit der Branche vollständig verloren gegangen. Dennoch können diese ihre Fähigkeiten im Privaten weiter fortführen.
Details zum Wechsel des erlernten Berufs
Quelle: Erwerbstätigenerhebung des BIBB und der BAuA
26,2% der erlernten Friseurinnen und Friseure arbeiten 2018 in ihren erlernten Beruf. Dieser Anteil ist ähnlich hoch wie bei allen Erwerbstätigen mit dualer Ausbildung (25,7%). Lediglich 12% der gelernten Friseurinnen* arbeiten nach eigener Einschätzung in einem verwandten Beruf, beispielsweise Maskenbildner, Fachtrainer, Außendienst Haarkosmetikindustrie, Fachberufsschullehrer, u.a.. 61,7% haben einen vollständigen Berufswechsel vollzogen.
Über alle Berufsbilder hinweg liegt der Prozentsatz bei 30%, die einen vollständigen Berufswechsel vollzogen haben, über alle Absolventen der Dualen Ausbildung liegt dieser bei 40%.
Die Friseurausbildung ist im Vergleich zu anderen Berufsbildern, z.B. den kaufmännischen Berufen oder Wirtschaftsstudiengängen, spezifischer. Die spiegelt sich vor allem in der Frage nach "Tätigkeit in einem erlernten Beruf" wider, die im Vergleich zu den anderen Gruppen im Friseurhandwerk mit 12% sehr niedrig ausfällt.