Unbeachteter Energiefresser: Bildschirme!
Egal ob PC oder Fernseher - große Bildschirme fressen überraschend viel Energie. Salon-Software läuft auch ausgezeichnet auf einem Tablet und wer hier noch die Bildschirmhelligkeit reduziert, hat aus Energiesparsicht bereits gewonnen.
- Stand PC umrüsten auf Tablet
- Bildschirmhelligkeit reduzieren
- Muss der Bildschirm an der Wand wirklich 12 Stunden Fashionchannel zeigen? Fragt eure Kunden, wer da wirklich draufschaut.
Psychologisch aufgewärmt: Warme Farben nutzen
Das flackernde künstliche Kaminfeuer... da wird einem sofort warm ums Herz, auch ohne jegliche Wärmeabstrahlung. Diesen Effekt haben warme Farben generell und diesen psychologischen Moment könnt ihr ausnutzen, um euren Salon wärmer wirken zu lassen, als er tatsächlich ist. Von Dekoelementen, über Wandfarbe bis hin zu Stoffen: Mit warmen Farben beeinflusst ihr das Wärmeempfinden eurer Kund*innen. Worauf ihr dabei achten könnt:
- Achtet auf LED-Birnen mit warmer Lichtfarbe (nicht im Färbebereich)
- Hallende Räume wirken kalt - mit Schallschluckern (z.B. Stoffen, Paneelen, Moos) schafft ihr schnelle Abhilfe
- Warme Farben bei der Einrichtung geben eine warme Optik
- Weiche, runde Materialien fühlen sich wärmer an als scharfkantige Oberflächen
- Natürliche, raue Materialien wie Holz oder Filz wirken wärmer als glattes Plastik oder Glas
- Metall in warmen Farben, wie Gold oder Messing wirkt wärmer als Alu oder Silber
- Duftende Wintertees und Keksgeruch verbreiten ein wärmeres Gefühl als Zitrusnoten
- Dekoration in Rot-, Gold- und Brauntönen wirkt wärmer als schwarz-weiß Schmuck
- Dicke Teppiche, samtige Vorhänge wirken superkuschelig und warm
Energiesparende Tools und Produkte
Wie kann man die Föhnzeit reduzieren? Diese und andere Fragen stellen sich aktuell viele Friseure. Nebst Energie lässt sich so auch wertvolle Zeit sparen.
- Es gibt von vielen Herstellern Stylingprodukte, die die Trockenzeit merklich reduzieren und damit Energie sparen
- Moderne Haartrockner, wie zum Beispiel der "Holistic Cures" von Tondeo, reduzieren die Trockenzeit sogar um 40%.
Andersherum bei Farbe- die Einwirkzeit verlängert sich zwar ohne Wärmeeinwirkung, dafür wird Strom gespart.
Wasserkocher richtig befüllen
Mal eben schnell ein Tee für die Kund*in, dann bitte auf den Füllstand achten. Man ist allzu gerne verleitet, den Pott einfach mal voll zu machen, die Folge: Je mehr Wasser man erhitzt, desto höher der Energiebedarf.
Füllt das Wasser erst in die Tasse/Kanne, die ihr benötigt und gießt es dann in den Kocher. Damit erhitzt ihr immer nur soviel, wie man wirklich braucht und spart Strom.
Fenster als Wärmefresser
Gäbe es aktuell schnelle Handwerkertermine, würde es sich lohnen große, alte Fensterfronten zu sanieren. Nachdem dem aber nicht so ist, bleiben Zwischenlösungen: Fenster können nachts mit dicken Vorhängen zugezogen werden, um möglichst viel Wärme drinnen zu halten.
Zugluftstopper gibt es mittlerweile auch in schön und wo man nichts sieht, da können Handtücher schon viel bewirken.
Kleinere Handtücher - weniger Wäsche
Ein normales Handtuch ist einen Meter lang und 50 cm breit. Braucht man nicht, hat die Friseurkette Klipp schon vor Jahren erkannt. Die eigens produzierten Handtücher sind 1 Meter lang und 35 cm breit, lassen noch einen Turban zu und sind saugtechnisch ausreichend. Man spart ein Drittel der Wasch- und auch Trocknungskosten, weil man ein Drittel mehr Handtücher in die Maschine bekommt. Und diese sollte unbedingt immer voll befüllt werden.
Apropos Trockner: Eh klar, ist aber ein Riesen-Stromfresser. Vielleicht gibt es ja doch einen Platz für einen Wäscheständer im Haus.
Manche Anbieter steigen ganz auf Einweghandtücher um - auch wenn die Ökobilanz fragwürdig ist - der Friseur spart mit Wegwerfprodukten auf jeden Fall Strom. Die Ersparnis ist freilich mit Investitionskosten abzuwägen.