imSalon: Wie viele Stühle hast du denn vermietet?
Bertram K: 6 Stühle habe ich vermietet.
Und wie lange?
3 Jahre. Jetzt nicht mehr.
Wie hat das begonnen bei dir als Stuhlvermieter, wie hast du deine Stuhlmieter ausgewählt?
Ich kannte die Leute schon sehr gut, wir haben bereits alle 4-5 Jahre zusammengearbeitet. Das hat eigentlich recht gut funktioniert, da eine gewisse Vertrauensbasis da war, die die Stuhlmiete überhaupt erst möglich macht.
"Der, der gerade frei war, hat die nächste Laufkundschaft übernommen und das haben wir reihum weitergedreht."
Wie seid ihr mit Laufkundschaft umgegangen?
Da gab es bei uns nie Reibungspunkte. Der, der gerade frei war, hat die nächste Laufkundschaft übernommen und das haben wir reihum weitergedreht. Aber die Toleranz dabei lag vielleicht auch daran, dass wir uns alle lange kannten und keiner keinem etwas strittig machen wollte.
Wie hast du das mit der Preiskalkulation geregelt?
Ich habe einen Fixpreis verrechnet, in dem Miete, Wasser, Strom, Kaffee, Rezeption, Reinigungsmittel, die wöchentlichen Dienste der Putzfrau und andere sämtliche Grundversorgungsgüter, wie Toilettenpapier mit einberechnet waren. Auch Lehrlinge, die bei Zuarbeiten geholfen haben, waren im Fixpreis inbegriffen.
Stylinggeräte, wie Föhns durften deine Stuhlmieter auch mitverwenden?
Ja, da bin ich ein kleiner Monk. Ich wollte, dass überall die gleichen Föhns der gleichen Marke in meinem Salon sind und da ich Botschafter von BaByliss Pro bin, durften alle meine Föhns mitverwenden. Die Mitbenützung der Stylinggeräte waren natürlich auch im Fixpreis enthalten.
Mit der Abrechnung habe ich das so gehandhabt, dass ich mir damals sogar ausgerechnet habe, was ein Pumphub einer Shampoo- oder Conditionerflasche kostet."
Und die Produkte? Habt ihr alle die gleichen verwendet?
Ja, wenn du meinen Salon kennst, weißt du, dass ich ausschließlich mit L’Oréal Professionnel arbeite und meine Stuhlmieter natürlich auch. Mit der Abrechnung habe ich das so gehandhabt, dass ich mir damals sogar ausgerechnet habe, was ein Pumphub einer Shampoo- oder Conditionerflasche kostet. Meine Stuhlmieter haben dann Stricherllisten über ihre Pumphübe geführt und einmal im Monat haben wir abgerechnet.
Eine gute Idee zur gerechten Preiskalkulation, hat das denn auch so funktioniert?
Ja, wie gesagt, die Vertrauensbasis war einfach da, wir haben uns alle ewig gekannt. Natürlich gab es dann manchmal Sachen, wie zum Beispiel, wenn jemand zu viel Blondierung anmacht? Das Risiko, dass man darauf sitzen bleibt, ist groß…
Hast du bei den Produkten den Einzelhandelspreis verrechnet oder mit Aufschlag?
Den Rabatt, den ich bei den Produktbestellungen erhalten habe, habe ich an meine Stuhlmieter weitergegeben, aber den Bonus habe ich selbst behalten.