Im November lud Landesinnungsmeister Marcus Eisinger zu Wiener Bezirksstammtischen ein. Unter dem Motto „Auf ein Wort mit Marcus Eisinger“ hatten diesmal Friseurinnen und Friseure aus den Bezirken 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 12,15,16,17,18,19 die Möglichkeit, sich persönlich über aktuelle Entwicklungen in der Friseurbranche zu informieren und direkt Fragen an die Landesinnung zu stellen.
Branchen im Wandel – drängende Themen im Fokus
Der Stammtisch bot Raum für offenen Austausch in entspannter Atmosphäre. Dabei standen vor allem die drängendsten Herausforderungen der Friseurbranche im Mittelpunkt:
- Lehrlingsmangel:
Die Friseurbranche ist stark vom Wandel betroffen. Mit 60 % Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) in Wien gibt es nur mehr wenige Betriebe, die Lehrlinge ausbilden. Zudem sinkt das Interesse eine Lehrabschlussprüfung abzulegen bei jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wien liegt damit weit unter dem österreichischen Durchschnitt bei den Lehrabschlussprüfungen. Um dem entgegenzuwirken hat die Innung sich für die Einführung der Zwischenprüfung eingesetzt und umgesetzt. Sie wird mit steigendem Interesse angenommen. Vorbereitungskurse in der Innung werden bis 70% gefördert und sind damit eine starke Entlastung für die Unternehmen. Diese Maßnahmen sollen das Niveau der Lehrlingsausbildung und die Erfolgsquote nachhaltig steigern.
- Digitalisierung und Unterstützung:
Das Kompetenzzentrum der Wiener Innung in der Mollardgasse bietet Zwischenprüfungen und gezielte Vorbereitungen für die Lehrabschlussprüfung an. Ergänzt wird dies durch eine innovative Digitalisierungs-App, die Lehrlinge bei der Prüfungsvorbereitung unterstützt.