Aufgrund von bei der WKO Oberösterreich einlangenden Beschwerden legal arbeitender Friseurmeister wurden durch die Finanzpolizei im Raum Oberöstereich und Salzburg insgesamt 96 sogenannte Barbershops kontrolliert. Grund der Anzeigen war in allen Fällen, dass es bei Einhaltungen der gesetzlichen Bestimmungen - insbesondere der steuerrechtlichen - unmöglich ist, Friseurleistungen zu einem derartigen Dumpingpreis anbieten zu können, bei welchem die betrieblichen Fixkosten bei weitem nicht abgedeckt werden können. Bei stichprobenartigen Kontrollen in diesen Billigsalons mußten in rund der Hälfte der Fälle eine Reihe von Verstößen festgestellt werden:
- In 10 Fällen wurden Personen ohne Anmeldung zur Sozialversicherung beschäftigt.
- In 3 Fällen wurden illegal beschäftigte Ausländer festgestellt.
- In 2 Fällen existierte in den kontrollierten Barbershops keine Registrierkassa.
- In 2 Fällen lag keine gewerberechtliche Bewilligung vor.
- In 30 Fällen wurde durch verdeckte Ermittlungen festgestellt, dass zwar eine Registrierkassa vorhanden war, die Umsätze jedoch nicht in der Kassa erfasst wurden.
- Weiters wurden 667 Euro an vollstreckbaren Abgabenrückständen gepfändet.
Dieter Fellinger, Teamleiter bei der Finanzpolizei:
„Wenn bei insgesamt 96 Kontrollen, wobei eine Kontrolle immer nur eine Momentaufnahme darstellen kann, eine derart hohe Trefferquote erzielt wird, ist davon auszugehen, dass Schwarzumsätze und illegale Beschäftigung von Arbeitnehmern in Barbershops an der Tagesordnung sind.“