Problem: Klimawandel
Jährlich gehen etwas mehr als elf Tonnen Treibhausgas-Emissionen auf das Konto eines einzigen deutschen Durchschnittsbürgers, verursacht durch Wohnen, Heizen, Reisen, Ernährung und viele weitere Aktivitäten des Alltags. Klimaschutz wird immer wichtiger und gilt als weltweitezentrale Aufgabe, um drohende Gefahren für Mensch und Natur zu reduzieren. Denn der Klimawandel ist eine unserer größten Herausforderungen und schreitet unerbittlich fort: Weltweit steigen die Treibhausgas-Emissionen stetig an.
Ein Teil der Lösung
Eine Lösung fanden Forst- und Agrarwissenschaftler Jan Borchert und Friseurmeister Carlos Weiss aus Wiesbaden, die sechs Jahre lang recherchierten, wie sie den CO2-Ausstoß und klimaschädliche Emissionen kompensieren können. Im vergangenen Jahr gründeten die beiden die Deutsche Gesellschaft für klimaneutrales Handwerk (DGKH), um zunächst mit dem Friseurhandwerk eine Initiative zu starten. Inzwischen wurden bereits 1.250 Tonnen CO2-Zertifikate erworben, die den Partner-Salons angerechnet werden, um das CO2 auszugleichen. Diese Menge ist gleichzusetzen mit etwa 300 Flügen von Deutschland in die USA. Bereits heute unterstützt CUT CLIMATE CHANGE Projekte in Deutschland, Afrika und Indonesien.
Nächster Aufforstungstermin
Am Sonntag, 28. März 2021, findet in 65388 Schlangenbad der nächste Aufforstungstermin durch CUT CLIMATE CHANGE statt. Birne, Walnuss und Elsbeere werden an diesem Tag mit freiwilligen Helfern auf einer Fläche gepflanzt, auf der Bäume dem Klimawandel zum Opfer gefallen sind. So entstehen hier wieder gesunde Mischwälder. Innerhalb kürzester Zeit ist das bereits der zweite Aufforstungstermin, nachdem im Dezember 2020 ein erster zusammen mit Hessen-Forst stattfand, hier wurden Eiche, Hainbuche und Kirsche gepflanzt.
Jan Borchert zeigt sich überzeugt: „Der Klimawandel ist ein schwer zu verstehendes Thema – und nur wenn es gelingt, die breite Masse abzuholen und eine „einfache“ Lösung zu präsentieren, dann klappt es auch, eine Bewegung zu schaffen, die den Klimawandel besiegt.“ Die Vision sei, bis 2025 das gesamte Handwerk klimapositiv arbeiten zu lassen.