Aktuell sind vor allem in unseren Nachbarland Deutschland junge Männer nach Barbershop-Besuchen betroffen. Nicht vorschriftsgemäß gereinigte Geräte wie Messer und Rasierer sind eine Ursache - der Pilz verbreitet sich aber ebenso über Kämme, Bürsten, Scheren, Nackenstützen und bei jeder Dienstleistung, die nah an der Kopfhaut stattfindet.
Gründe für vermehrte Hautpilzansteckungen
Hohe Hygienestandards, wie sie in der Friseurausbildung gelehrt werden, verhindern eine Ansteckung mit dem Hautpilz. Vertreter der deutschen Friseurinnungen sehen die Gründe im Wandel des Friseurmarktes: Viele Salons und vor allem Barbershops stellen Mitarbeiter an, die keine fundierte Ausbildung haben und damit nicht ausreichend in Hygienestandards geschult sind.
Was ist Trichophyton tonsurans
Trichophyton tonsurans ist ein Hautpilz, der neben Haut und Nägeln vor allem das Haar besiedelt. Trichophyton tonsurans ernährt sich von Keratin und löst beim Menschen Hauterkrankungen wie Dermatophytosen, insbesondere Tinea Capitis, aus. Es kommt zu einer starken Hyphen- und Sporenbildung im Haarschaft. Die Sporen dieses Pilzes sind äußerst stabil, sodass sie über Monate hinweg infektiös bleiben können.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten oder indirekten Kontakt, letzteres vor allem über Bürsten, Kämme, Haarschneidemaschinen, etc.
Quelle: Wikipedia / DocCheck
Für Barbershops gelten die gleichen Hygienestandards wie für Friseursalons: Messer zum Rasieren auf der Haut sind nach jedem Gebrauch zu entsorgen bzw. bei wiederverwendbaren Gerätschaften zu desinfizieren - siehe Download >> "Hygiene im Friseursalon" vom Deutschen bgw.