Als FriseurIn trägt man viel Verantwortung, schließlich vertrauen sich KundInnen ihren FriseurInnen an und übergeben ihnen die Verantwortung ihrer Haare. Eigenwilliges, eigensinniges und widerspenstiges Haar braucht ein ganz besonderes Gespür, um gebändigt zu werden. FriseurInnen brauchen Geduld und die gewisse Fach-Expertise, um mit dem Haar „zusammenzuarbeiten“ und es zu verstehen.
Aber wovon hängt es ab, dass KundInnen mal zufrieden, manchmal aber auch höchst verstört in den Spiegel des Salons blicken? Was macht einen guten Friseur aus? Genau solche Fragen stehen im gerade erschienenen Buchs Haarige Kunst im Mittelpunkt. Die Autoren Hans G. Bauer und Fritz Böhle beleuchten wenig bekannte und überraschende Seiten eines alten Berufs.
Die kulturhistorische Bedeutung der Haare ist ebenfalls Hauptthema, und so wird das Haar im Zusammenhang der religiösen, gesellschaftlichen, sozialen, politischen und individuellen Rolle betrachtet. Unter anderem werden soziodemografische Daten und Einschätzungen zur aktuellen Lage des Handwerks betrachtet und damit die unterschiedlichen Betriebstypen – vom kleinen Familienunternehmen bis zum großen Beauty-Salon. „Es macht deutlich, wie wichtig heutzutage sowohl Fachwissen als auch ein besonderer Spürsinn für die Eigenart von Dingen und Menschen sind“, betonen die Autoren.
Zu kaufen gibt’s das Buch bei Springer.
Hans G. Bauer | Fritz Böhle
Haarige Kunst
2020, 174 S., 20 Abb. in Farbe
Hardcover + eBook € 22,90 (D) | € 23,63 (A) | sFR 25.50 (CH)
ISBN 978-3-658-29086-3
Auch nur als eBook verfügbar