Was steht im Kostenvoranschlag?
JB: Dort wird der Stundenpreis der Dienstleistung sowie die Farbe per Gramm aufgelistet. In unserer Preisliste gibt es deswegen auch nur „ab Preise“.
Bleiben wir bei Veränderungen im Markt: Wird Faceframing die neue Balayage?
Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis die Blond-Königin Balayage entthront wird. Wir brauchen endlich wieder einen Kassenschlager und alle warten darauf, dass da was Neues kommt. Man spürt, dass die Balayage-Nachfrage langsam abnimmt und so einige Kunden setzen vermehrt auf Faceframing. So werden sie im Konturenbereich schön hell, können aber trotzdem sparen. Auch wir empfehlen als Fresh-up zwischen Balayage-Services ein Faceframing. Die Kundin hat das Gefühl, sie spart, ist aber trotzdem wieder gepflegt und aufgefrischt.
Auf deiner Preisliste gibt es Moonshine-, Sunshine- oder Wheat-Blond. Finden sich Kundinnen*Kunden bei solchen Bezeichnungen zurecht?
JB: Wir verwenden bewusst andere Bezeichnungen, weil wir uns abheben wollen. Wir machen damit aber auch neugierig. Die Blond-Kundin ist angehalten nachzudenken, sich damit auseinanderzusetzen, was kann damit gemeint sein. Wir bezeichnen damit unterschiedliche Farbtöne in kühlen oder warmen Nuancen. Die Namen erwecken Gefühle und Bilder im Kopf. Die Nachfrage ändert sich nach Jahreszeit. Im Sommer ist das Sunshineblond der Favorit, im Winter gibt es viele Moonshineblond-Looks.
Habt ihr eine Rezepturempfehlung?
JB: Bei all unseren Blondiertechniken arbeiten wir gerne mit Beyond Blonde von Urban Alchemy und Olaplex. Allein, aber erst recht als Team unschlagbar! Anschließend perfektionieren wir den Look mit Cør, der Haarfarbe von O&M.
Für das Moonshine Blond verwenden wir 10/6, 10/16 sowie 10/16 mit 0.00 Clear. Letzteres ist ein Glossingprodukt, das ich gerne mit Platinum, Silver oder Ice-Ton mische.
Bei Wheatblond greifen wir zu Beigetönen der Palette: 10/6, 10/3/863 und auch 9/13.
Das Sunshineblond wird nach der Blondierung mit 10/3 oder 9/3 perfektioniert. Optional kommen hier auch noch die 0.00 Liquids zum Einsatz.
Beispiel-Rezepturen sind aber eine schwierige Sache, das wissen die Kollegen und Kolleginnen, da die Ausgangsbasis immer eine andere ist.