Stand: 23.03.2020 14:45 - es gibt ständig Neuigkeiten, wir halten Sie weiter auf dem Laufenden - Einscheidende Neuerungen werden am Montag erwartet.
Friseurunternehmer müssen seit 16.03. ihre Salons geschlossen halten. Das bedeutet, NULL UMSATZ bei weiterlaufenden hohen Fixkosten, maßgeblich verursacht durch Miete (Mietreduzierungsmöglichkeiten) und Personal.
Oberstes Ziel in dieser Krisenzeit: Liquidität sichern und Kosten einsparen, wo möglich. War es am Wochenende noch undenkbar seinen Mitarbeitern zu kündigen, sieht die Realität nach zwei Tagen schon ganz anders aus.
Die hochgepriesene Lösung der WKÖ: Kurzarbeit
Schon quälen sich die ersten UnternehmerInnen durch die 12-Seiten-langen Formulare und fragen zu Recht: Was bringt es eigentlich mir und was meinen Mitarbeitern?
10% muss der Arbeitgeber jedenfalls tragen
Jedenfalls 10% der Arbeitnehmerkosten muss der Arbeitgeber weiterhin übernehmen. Was damit tun, Friseure können nicht ins Home-Office, oder doch?
- Trainingseinheiten am Übungskopf anordnen, E-Education um trendtechnisch up-to-date zu sein, wenn es wieder losgeht. Eine nette Alternative, während der Sohn über den Matheübungen tüftelt.
- Zeiten können umverteilt werden: Die Normalarbeitszeit muss im gesamten Kurzarbeits-Zeitraum mindestens 10% vom normalen Volumen betragen. Als ChefIn können Sie hier auch vereinbaren, dass FriseurIn die ersten 5 Wochen gar nicht arbeitet und dann in der 6ten Woche kumulierte 60% nachholt – z.B. eine Woche vor Salon Wiedereröffnung hilft, den Salon wieder voll einsatzfähig zu machen und Kunden zu kontaktieren, etc..
Liquiditätsengpässe vermeiden?
Das aktuell oberste Gebot eines jeden Unternehmers ist die Liquiditätsengpässe zu vermeiden! Als Unternehmer überweisen Sie weiterhin das Gehalt/ den während der Kurzarbeit neu festgesetzten Betrag an die ArbeitnehmerInnen. Das AMS rückerstattet dann die Differenz zwischen dem Gehalt vor und nach der Kurzarbeit (bis zu 90%, je nach Bruttogehalt des/der jeweiligen Arbeitnehmers/inAntrag). Salonunternehmer müssen bereits jetzt entscheiden, ob Sie das überhaupt können, bzw. ein klärendes Gespräch mit der Bank führen, um sicher zu stellen, dass die Liquidität gewährleistet ist.