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Credit: Daniel Golz

16.07.2025

„Lecken oder Tippen – Zu welchem Lager gehörst du?“

Daniel Golz versteht das So-Wie-immer-Geheule nicht, das die Branche nur spaltet, sondern auch Kunden an nichts Neues gewöhnen lässt.

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Junge Kolumne von Daniel Golz

Die Friseurbranche spaltet sich! Nein, nicht in Balayage-Profis und Trockenhauben-Romantiker - sondern in zwei ganz klare Lager:

Billig vs. Wertvoll?

Stillstand vs. Weiterdenken?

“Hat immer funktioniert” vs. “Was, wenn wir’s besser machen?”

Ich beobachte das seit Jahren:

Da gibt’s die einen: Friseure, die nicht diskutieren, sondern liefern. Jene, die sich permanent weiterentwickeln, die nicht herumheulen, sondern führen. Unternehmer*innen eben – mit Haltung, mit Plan, mit Blick über den Tellerrand. Nicht weil sie denken, sie seien Bäcker, sondern weil sie kapieren: Inspiration kann von überall herkommen. Ein geiles Team, ein starker Auftritt, ein echtes Kundenerlebnis. Da wird nicht nur frisiert – da wird geführt & gestylt & begeistert.

Und dann… gibt’s die andere Fraktion. Die, die sagen: „Unsere Kunden wollen das nicht.“ „Die Region hier ist halt besonders.“ „Wir machen das schon immer so, Klienten wünschen es so.“ ECHT JETZT? Ich sag’ dir was: Ich hab in Kuhdörfern schon innovativere Konzepte gesehen als in manchen hippen Großstadt-Schuppen mit Designerstuhl und Bioriegel am Empfang.

Nicht Stadt oder Land ist entscheidend – sondern die Haltung. Und das Argument „meine Kunden wollen nichts Neues“ ist eine Ausrede eingewickelt in Dauerwellenpapier.

Die Menschheit verändert sich – schnell. Drastisch. Digital. Wer da immer noch mit Papierpreisliste und abgegrabbelter TV-Zeitschrift sitzt, der wird halt auch irgendwann nur noch Kunden anziehen, die genau das suchen: Stillstand, irgendwann geht die Kiste auf.

Kleines Beispiel aus meinem Alltag:
Vor sieben Jahren haben wir im Salon die „leck mich“-Zeitschriften verbannt. Weg mit den angeleckten, vergilbten Wälzern, her mit Tablets und einem digitalen Zeitschriftenportal. Oh Gott, was gab’s für einen Aufschrei: „Wo ist meine Gala?“ „Ich will blättern, nicht tippen!“ „Ich les nix vom Bildschirm!“ Und nu? Heute will kein Mensch mehr die alte Zeitung zurück. Statt einer halb zerfledderten Klatschpostille mit Butterbrezeln am Rand gibt’s jetzt 600 frische, saubere, aktuelle Zeitschriften auf Knopfdruck. Der Mensch gewöhnt sich. Wenn du ihm aber nix Neues bietest, kann er sich auch nicht dran gewöhnen. So einfach.

Also, Friseurwelt: Zu welchem Lager gehörst du?

Zu den “Das war schon immer so”-Kuscheligen mit Monatsangeboten von 1998? Oder zu denen, die sagen: „Ich will mehr“ – für mich, mein Team, meine Kunden?

Mein Tipp: Lecken ist out. Tippen ist Zukunft.

Digital zu sein kann für viele ganz schön anstrengend sein, da stimme ich zu. Aber wenn es dann mal läuft, ist es wie Magie! Klug eingesetzt spart es Zeit, Nerven und bietet mehr als nur das Standard-Friseur-Erlebnis: Online-Kalender, digitale Karteikarten, Social Media... Man kann seine Kunden ja nicht mehr mit Rauchzeichen an Termine erinnern! 

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