Peter, mit deinem Salonkonzept headdress hast Du Dich auf Zweithaar spezialisiert. Wie ist es dazu gekommen?
Peter Fuchs: Ich habe vor ca. 10 Jahren begonnen nach Businessalternativen zu suchen. Da immer öfter Chemo-PatientInnen zu uns kamen, haben wir uns damit näher auseinandergesetzt. Schlimm fand ich dabei vor allem, wie angestaubt das Image war. Dann habe ich mich mit meiner Frau Silvia auf die Suche gemacht, viel recherchiert, mit Ärzten gesprochen und mit vielen Betroffenen geredet. Denn das Beratungsgespräch muss ganz anders geführt werden und es braucht ruhige und geschützte Räume. Interessant war dabei auch, dass auch Ärzte an uns herangetreten sind.
Das ist ja eher unüblich, dass Ärzte an Friseure herantreten. Welche Ärzte waren das?
PF: Onkologen. Denn die sind immer wieder damit konfrontiert, über Haare sprechen zu müssen. Bei vielen Frauen, die Krebs diagnostiziert werden, ist die erste Frage nicht, ob sie wieder gesund werden, sondern ob die Haare ausfallen. Der Arzt ist für den medizinischen Bereich verantwortlich und unsere Aufgabe ist es über den Perückenbedarf zu informieren. Wir haben das dann modern aufgesetzt.
Wie groß ist denn der Umsatzanteil des Perückengeschäfts an eurem Gesamtumsatz?
PF: Ca. 70 %