Die Österreichisch-Japanische Gesellschaft (ÖJG), vertreten durch Präsident Dr. Alexander T. Scheuwimmer, lud anlässlich der Wiener Ballsaison Großmeisterinnen und Großmeister der japanischen Frisierkunst nach Wien ein. Bei einer Haar-Show in der Lugner City, die mit Unterstützung von Gabriele und Robert Schwenk sowie Thomas Maresch stattfand, konnten Berufsschüler*innen sowie neugieriges Publikum Einblicke in die Fertigung und Bedeutung der traditionellen „Nihongami“ Haarkunst bekommen. Gelehrt werden diese Techniken traditionell von "Japanese classical hairstyle hairdressers" in Japan, was diese Veranstaltung in Wien zu etwas Besonderem machte.
Japanische Tradition von Nihongami bis Kimono
Zu sehen waren kunstvolle Volumenfrisuren aus der Edo-Zeit (Erklärung, s. unten) mit komplexen Formen, aufwendigen Knoten und Bögen sowie kunstvollem Haarschmuck und Make-up. Um die Frisuren zu formen, werden Kämme, Nadeln (Kanzashi) und Bintsuke-Abura (eine traditionelle japanische Pomade aus Wachs und gehärtetem Kamillenöl) verwendet sowie Verstärkungen aus Papier oder Draht.
Erklärt wurden zudem Bedeutung und sozialer Status, Beruf oder die Lebensphase der Trägerin. Die Stoffe, Muster und Farbenpracht der kunstvollen Kimons waren beeindruckend! Diese bestehen zumeist aus zwölf oder mehreren einzelnen Stücken und müssen auf bestimmte Weise angelegt werden - etwas, das der Trägerin ohne Hilfe nicht gelingen kann.