Kolumne von Daniel Golz
Ganz ehrlich: Wer seine eigenen Haare nicht gepflegt bekommt, braucht gar nicht erst anfangen, Produkte oder Behandlungen an Gäste weiterzureichen. „Ich föhne halt nicht jeden Morgen“ oder „Manchmal vergesse ich die Kur“ – ja sorry, dann vergiss bitte auch gleich, mir ein Pflegeprodukt zu empfehlen. Denn Vertrauen baust du so nicht auf.
Haare sind unsere Währung. Glanz, Farbe, Schnitt, Styling – das ist unsere Visitenkarte. Wenn da schon Chaos herrscht, glaubt dir kein Kunde, dass du für ihr Haar die richtige Lösung hast.
Und es geht nicht nur darum, ob man die neueste Haarfarbe oder den frischesten Schnitt trägt. Es geht auch darum, neue Stylingvarianten auszuprobieren. Warum? Weil Kund*innen zu Hause genauso mit neuen Geräten, Bürsten oder Techniken kämpfen. Und wie willst du mitreden können, wenn du selbst nie ausprobiert hast, was die Handhabung bedeutet? Über Föhnen, Glätten oder Lockenstab reden, ohne es selber zu testen, ist wie über Autofahren quatschen, obwohl du noch nie am Steuer gesessen hast. Das wirkt nicht nur unglaubwürdig – es ist schlicht unprofessionell.