Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kündigte heute an, dass ab Ende kommender Woche der Zutritt zu körpernahen Dienstleistungen und in der Gastronomie sowie bei Zusammenankünften ab 25 Personen nur jenen gestattet sind, die geimpft oder genesen sind.
Ab 12.11.2021 gilt 2G (genesen oder geimpft) beim Friseur und anderen körpernahen Dienstleistern. Gültig erst einmal für 4 Wochen, also bis Mitte Dezember.
Es sind ab dann keine Tests mehr für den Zutritt zugelassen, weder Antigen, noch PCR. Das entspricht der vierten Stufe des Corona-Stufenplans des Bundes.
„Wir haben eine ernste Situation. Die Pandemie ist noch lange nicht durchgestanden, auch wenn andere das im Sommer noch plakatiert haben“, erinnerte Ludwig. Andere Bundesländer hätten die strengeren Wiener Maßnahmen wie FFP2-Maskenpflicht im gesamten Handel und kürzere Geltungsdauer von Tests inzwischen übernommen, nun gelte es rascher auf die bundesweit steigenden Infektionszahlen zu reagieren, sagte Ludwig. „Beim Gipfel am Freitag im Bundeskanzleramt mit den Ländern werde ich eine bundesweite Umsetzung der Maßnahmen einfordern“, kündigte Ludwig an.
Neben den strengeren Regeln setzt Wien auch auf das Angebot der Impfung. Künftig sollen in Wien auch schon 5 bis 12-Jährige die Corona-Schutzimpfung bekommen – vorausgesetzt die Eltern stimmen dem zu. Bisher ist die Impfung von 5 bis 12-Jährigen bei einigen niedergelassenen Ärzt*innen möglich, die Stadt will zeitnah eine eigene Impfstraße einrichten.
Außerdem fordert Wien eine bundesweit angelegte Kampagne zum sogenannten „dritten Stich“.
Die Regierung wird angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens am Freitagabend mit den Landeshauptleuten über weitere Verschärfungen beraten.