Im Interview mit Juliane Krammer
Liebe Angela Herrmann, in Ihrem Salon gibt es vormittags den Haarschnitt günstiger, als nachmittags. Wie kam es dazu?
Angela Herrmann: Wir führten bereits 1998 den „Nix für Langschläfer“-Tarif ein, um die Vormittagsauslastung im Salon zu steuern. Die Idee war, Student*innen, die gerne länger geschlafen haben und erst ab Mittag auftauchten, mit einem vergünstigten Haarschnitt zu „Frühaufsteher*innen“ umzustimmen.
Hat das sofort funktioniert?
AH: Ja, das kam super gut an und das Konzept besteht bereits seit 24 Jahren. Es sind aber nicht nur Student*innen, die am Vormittag bei uns sind – sparen wollen mittlerweile alle …
Haben Sie das Konzept gar nicht angepasst?
AH: Doch. Bis vor einem Jahr gab es den günstigeren Haarschnitt bis 11:29 Uhr. Ich wollte aber die Büroleute in der Umgebung erreichen und jetzt biete ich den Schnitt um 44 Euro bis um 12:29 Uhr an. Haarschnitte ab 12:30 Uhr kosten 50 Euro.
Werden die Termine ab 12:30 Uhr genauso gut gebucht?
AH: Ruhiger ist es oft von 13:30-15:00 Uhr. Die Zeit nutze ich dann aber als Pause oder für Erledigungen.