Barbara Klapper leitete von 2014 – 2019 die Marketing- und Key-Account Aktivitäten bei Schwarzkopf Professional Österreich. Seit September 2019 ist sie Business Development Manager INDOLA D-A-CH.
Im Interview mit Raphaela Kirschnick
Du hast im vergangenen Jahr innerhalb Henkels gewechselt. Worin liegt der große Unterschied der Marken Schwarzkopf Professional und Indola?
Barbara Klapper: Sagen wir’s mal so, die Marke Schwarzkopf ist eine sehr etablierte Marke, die jeder kennt und ein perfektes Standing hat. Indola im Gegensatz ist komplett neu auf dem Markt, obwohl es die Marke auch schon sehr lange gibt, allerdings viele Jahre ohne Fokus. 2017 haben wir die Marke mit vollem Fokus neu positioniert.
Weshalb steht die Marke plötzlich wieder im Fokus?
BK: Der Markt wandelt sich. Mit Indola richten wir uns an die zunehmenden Einzelpersonenunternehmen, EPUs, wie man so schön sagt, sprich kleine Salons, Stuhlmieter oder auch die Mobilfriseure. Und da muss man natürlich auch im Angebot differenzieren – jede Zielgruppe hat ihre speziellen Bedürfnisse und auf die gehen wir mit den einzelnen Marken ein.
"Alle wünschen ein überschaubares Sortiment...das nicht zu viel Kapital bindet."
„Stuhlmiete“, „EPU“ und „Mobilfriseur“, kann man diese drei Gruppen alle in einen Topf schmeißen oder gibt es da Unterschiede?
BK: In Fokusgruppen wollten wir genau das herausfinden. Im Großen und Ganzen sind die Bedürfnisse ähnlich. Das Wichtigste für alle ist, dass sie ein überschaubares Sortiment an verlässlichen Qualitätsprodukten wünschen, mit dem sie arbeiten können und das eben nicht zu viel Kapital bindet. Und was auch ganz, ganz wichtig ist, dass die Produkte leicht verfügbar sind, ich sie sofort bekomme, wenn ich sie brauche.
Also im Großhandel?
BK: Genau, dass ich sie mir im professionellen Friseurhandel holen kann. In Österreich arbeiten wir mit ROMA Friseurbedarf.
Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?
BK: Als wir 2017 die Marke, basierend auf den Bedürfnissen der Zielgruppen, erweiterten, brauchten wir u.a. einen starken Partner mit unter anderem, einer breiten Handelsstruktur, bei dem man die Ware sofort einkaufen kann. Da ist für uns der beste Partner ROMA, welcher flächendeckend in Österreich vertreten ist. Wir stehen mit unseren Produkten in wirklich jedem Outlet, sodass der Friseur bei Bedarf gut einkaufen gehen kann.
Gehen Friseure lieber in Shops oder wird auch viel online bestellt?
BK: Ich habe leider noch keine aktuellen Zahlen, die ich nennen kann. Online ist Corona-bedingt generell enorm in die Höhe gegangen, auch was den Friseurbedarf betrifft. Das war vorher eher verhalten. ROMA hat sich hier bereits mit ihrer neuen Online-Shopping-Plattform hairtrader.at stark aufgestellt.