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Credit: Wexplore

13.11.2025

„EPUs besuchen und beraten wir genauso wie größere Unternehmen“

Jantscha zieht Bilanz: neues Zuhause, riesiges Euro-Friwa-Logistiknetz mit 15.000 Artikeln, viele Exklusivmarken – und volle Betreuung von EPU bis Salonkette. Thomas Kastner erzählt, warum persönliche Beratung bleibt und worauf wir uns 2026 freuen dürfen…

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Raphaela Kirschnick im Gespräch mit Thomas Kastner, Geschäftsführer Jantscha GmbH.

Wofür steht Jantscha heute, in einem Satz?
Thomas Kastner:
Nicht nur heute, sondern seit der Unternehmensgründung 1940 ist Jantscha ein zuverlässiger Partner der österreichischen FriseurInnen auf Augenhöhe.

Sie sind mit dem Unternehmen umgezogen. Was waren die wichtigsten Gründe und Ziele – und was hat sich für KundInnen konkret verbessert?
TK:
Eigentlich ging es für uns zurück zu unseren Wurzeln in die Baumbachstraße, wo wir einmal gestartet sind. Aufgrund der Verlegung des Zentrallagers nach Würzburg wurde die angemietete Fläche von 2.000 m² in Linz nicht mehr benötigt. Die Auslagerung des Lagers gibt uns mehr Freiraum, um uns noch besser auf die Belange unserer KundInnen zu konzentrieren.

"Wir können jetzt rund 15.000 lagernde Artikel anbieten, auf die unsere KundInnen täglich zugreifen können."

Wenn wir vom großen Logistikzentrum in Würzburg sprechen, dann sprechen wir von Euro-Friwa. Sie sind Teil des Großhandel-Partnerverbunds. Welche Vorteile bietet diese Kooperation?
TK:
Der größte Vorteil ist sicher die riesige Auswahl an Produkten. Wir können jetzt rund 15.000 lagernde Artikel anbieten, auf die unsere KundInnen täglich zugreifen können.
Zudem ist das ein hochmodernes Versandlager mit beeindruckender Technik, die Verfügbarkeit und schnelle Lieferung garantiert.
Und es gibt ein weiteres Highlight: Euro-Friwa ist ständig auf der Suche nach Neuigkeiten für den Friseurmarkt, um das Portfolio sinnvoll zu erweitern. So können wir immer wieder Innovationen anbieten, wie die aktuelle Sonderedition des superleichten, leisen ► Föhns „Fantasya“.

Welche Marken sind denn neu hinzugekommen?
TK:
Es sind sehr viele Exklusivmarken dazugekommen, wie A.S.P., Inebrya, Nook, Artistique, Biacre, DUSY. Den Herrenbereich haben wir um die Marken Reuzel, American Crew und The Shave Factory erweitert. Und ganz besonders freue ich mich im Gerätesegment das gesamte ghd-Sortiment anbieten zu können.

Das ist viel. Auf welche Marke freuen Sie sich besonders?
TK:
Jede exklusive Marke bietet Marktpotenzial: die eine ist stärker im Bereich Pflege, die andere sensationell bei Farbe. Am umfangreichsten und absolut hochwertig ist allerdings die britische Marke A.S.P. Sie ist mir sehr wichtig, denn ich sehe sie als hervorragende Alternative für unsere Matrix-KundInnen.

Wie geht es mit der Marke Matrix weiter?
TK:
Wir bieten nach wie vor die technischen Produkte an, also Haarfarben, Tönungen und Blondierung. Diese importieren wir aus Drittländern und etikettieren sie für unsere KundInnen zusätzlich mit deutscher Kennzeichnung. Das ist ein Riesenaufwand, den wir nicht für alle Artikel bewerkstelligen können. Aber die für Friseursalons wichtigen Produkte haben wir weiterhin im Programm. Wie lange noch – das kann ich nicht sagen.

In welchem Segment sehen Sie aktuell das größte Wachstumspotenzial – und warum?
TK:
In Haarkosmetik, also Farben, Tönungen, Pflege und Styling, liegt momentan das größte Potenzial. Vor allem die vielen Solostylisten, die immer mehr werden, legen sehr viel Wert auf Performance. Die Produkte müssen funktionieren, gleichzeitig spielt der Preis eine Rolle.

Was ist Ihren KundInnen derzeit am wichtigsten – Preisstabilität, schnelle Lieferung, Education, Sortimentsberatung, digitale Services, persönliche Betreuung?
TK:
Alles, was Sie aufgezählt haben. Ergänzen möchte ich die regelmäßige persönliche Betreuung. Ich bin überzeugt, dass ein verlässlicher Partner ganz wichtig ist. KundInnen entscheiden sich heute für das Gesamtpaket. Es zählt nicht der billigste Preis, sondern Qualität, verlässliche schnelle Lieferungen und vor allem anderen die persönliche Beratung.

"Großer Wert wird bei uns noch immer auf die persönliche Betreuung, sprich unseren Außendienst gelegt."

Wie wirkt sich das auf die Vertriebsstrategie aus?
TK:
Großer Wert wird bei uns noch immer auf die persönliche Betreuung, sprich unseren Außendienst gelegt. Dieser Vertriebszweig macht auch den Hauptumsatz bei uns im Unternehmen aus. Natürlich bespielen wir zusätzlich neue Medien: ob Instagram, Facebook oder Bestellungen per WhatsApp, Telefon oder Mail, alle Möglichkeiten sind bei uns gegeben. Und wir halten weiterhin an unseren Shops in Linz, Wien und St. Pölten fest.

Was ist der zweitwichtigste Kanal nach dem Außendienst?
TK:
Das ist zunehmend der Online-Shop. 24/7 erreichbar – das ist nicht zu toppen. Hier sind vor allem Aktionen ein starker Umsatztreiber.

In welchen Bundesländern sind Sie am stärksten – und wo sehen Sie weiße Flecken, die Sie erschließen wollen?
TK:
Wir sind in allen Bundesländern unterwegs, außer in Tirol und Vorarlberg – dort ist mein Cousin mit Schmidt-Friseurbedarf ansässig. In Kärnten sehen wir aktuell das größte Zuwachspotenzial. Entsprechend bauen wir unseren Außendienst dort, wie auch in allen Bundesländern weiter aus. Mit den neuen Exklusivmarken und dem klaren Fokus auf persönliche Betreuung forcieren wir diesen Weg.

► mehr Infos zum Außendienst-Job bei Jantscha

"EPUs besuchen und beraten wir genauso wie größere Unternehmen."

Das Friseurhandwerk steht vor großen Herausforderungen, die auch das Großhandelsgeschäft tangieren. Gerade die Zielgruppe der Ein-Personen-Unternehmen nimmt stark zu. Wie erreichen Sie diese Gruppe?
TK:
Die EPU erreichen wir über unseren Außendienst. Unsere langjährigen MitarbeiterInnen sind in Österreich bekannt. Wir arbeiten außerdem eng mit dem WIFI zusammen und erhalten so Informationen über Teilnehmende der Meisterkurse. EPUs besuchen und beraten wir genauso wie größere Unternehmen.

Das rechnet sich?
TK:
Natürlich gibt es aus rein rechnerischer Sicht Grenzen. Uns ist aber wichtig, dass auch Einzelpersonen wissen: Wir sind regelmäßig für sie da. Das ist nicht unbedingt wöchentlich, denn dazwischen kann man über andere Kanäle kommunizieren oder den Online-Shop nutzen. Wir besuchen alle – der Besuchsrhythmus wird an Bedürfnisse und Wirtschaftlichkeit angepasst.

Ebenso stark steigt die Anzahl der Barbershops. Erreichen Sie die? Was sind ihre Erfahrungen?
TK:
Wir haben für Barbershops einen eigenen Katalog erstellt, der ausschließlich Barber-Artikel beinhaltet. Zugegebenermaßen ist das eine herausfordernde Zielgruppe. Viele beziehen ihre Ware von Großhändlern aus anderen Ländern und nicht vom heimischen Friseurfachhandel.

Es ist viel passiert: Sie sind umgezogen, im Euro-Friwa-Verbund und haben viele, viele neue Exklusivmarken. Was steht denn 2026 an?
TK:
2026 ist ein Jahr, in dem wir die Dinge zunächst setzen lassen. Geplant ist ein Ausbau der digitalen Medien – ohne, und das ist mir wichtig zu betonen, dass dies unseren persönlichen Kontakt zu unseren KundInnen schmälert. Außerdem arbeiten wir an einer Bestell-App für FriseurInnen, um Abläufe noch bequemer zu machen. Mehr kann ich noch nicht verraten.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg am neuen ursprünglichen Standort und mit allem, was Sie neu mit an Bord haben.

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