Im Gespräch mit Raphaela Kirschnick
Herzlichen Glückwunsch zu eurer neuen Produktlinie ‚Lu&me‘. Wie kam es denn dazu?
Gerhard Macher: Die Vision und die Idee dazu kam mir bei einem abendlichen Lauf im ersten Lockdown im März 2020. Planet Lu soll die Marke heißen und viele Stylisten auf der ganzen Welt werden über die Generation Lu sprechen. Es gilt, dieser Generation einen Planeten zu hinterlassen, der lebenswert ist.
‚Made in Austria‘! Regionalität ist einer der wichtigsten Nachhaltigkeits-Trends. Inwieweit ist dieses Bewusstsein schon in den Salons angekommen?
GM: NEIN, dem widerspreche ich ganz klar. Nachhaltigkeit ist kein Trend! Mit Nachhaltigkeit beschäftige ich mich seit meinem Ausstieg aus einem großen Konzern. Mit O’right hatten wir bereits im Jahre 2014 als Pionier eine sehr gute Produktqualität und ein überragendes Nachhaltigkeitskonzept in Österreich und Deutschland eingeführt.
Ich meine, wir können mit Stolz behaupten, dass wir die Nachhaltigkeit in Österreich salonfähig gemacht haben. Als qualitativ führend in diesem Segment war es uns gerade jetzt ein großes Anliegen, ein Nachhaltigkeitskonzept mit regionaler Verantwortung zu entwickeln.
Ihr habt immer „fertige“ Marken vertrieben. Mit Lu&me habt ihr zum ersten Mal eine eigene Marke kreiert. Was war dabei die größte Herausforderung?
GM: Es klingt kitschig, aber wir waren mit so viel Herz bei der Sache, dass wir so ziemlich jede Herausforderung in Energie umgewandelt haben. Denn Barrieren gibt es immer, wenn du etwas Neues machst. Vieles ist ja schon da, da musst du schon ziemlich in die Gänge kommen, um etwas Neues zu bieten.
Wie lange habt ihr von Idee bis Marktreife gebraucht?
GM: Ziemlich genau die Zeit einer Elefantenschwangerschaft (680 Tage, Anm. Red.)
In welcher Preiskategorie bewegt sich die Marke?
Nadine Hak: Lu&me ist im Premium Segment positioniert. Wir haben auch selektive Kriterien geschaffen, um die Marke in den richtigen Verkaufsstellen zu platzieren.