Juliette Beke eröffnet am 01.03.2021 ihren ersten müll- und plastikfreien Friseursalon mit Kosmetik. Schönheit, Entspannung und gesundes Haar, hochwertige Produkte... Das alles geht. Nur wie? Sie erzählt es Birgit Senger im Gespräch.
Wann ist die Idee geboren einen Zero Waste Salon zu eröffnen?
Juliette Beke: Friseurin bin ich ja quasi schon ewig. Während der Flüchtlingskrise vor 6 Jahren habe ich plötzlich angefangen alles, aber auch wirklich alles, in Frage zu stellen. Zu gleichen Zeit wurde ich auf Bea Johnsen, eine Pionierin der Zero Waste Bewegung, aufmerksam. Das hat mich so inspiriert, dass ich seitdem privat mit Zero Waste lebe. Im beruflichen Umfeld konnte ich Zero Waste jedoch nie so umsetzen, wie ich es im Privaten schon gewohnt war. Ich habe mich oft gefragt, wie es in unserer Branche ginge nahezu müll-, plastikfrei und mit guten Rohstoffen zu arbeiten. Die große Frage: Geht das in einer Art, die ich noch als professionell bezeichnen würde? Unprofessionelle Sachen gibt es ja zur Genüge. Ich habe dafür länger gebraucht, jetzt weiß ich: Ja, es funktioniert!
Auch ganz ohne Einbußen?
JB: Einen konventionellen Friseursalon bekommst du so nicht hin. Es gibt zwar mittlerweile Firmen, die dir viele Artikel in Glasflaschen liefern, aber bei Haarfarbe in der Alutube hört es dann meistens auch wieder auf. Eigentlich gibt es keine Firma, die mir das liefern konnte, wonach ich suchte.