Im Gespräch mit Raphaela Kirschnick
Wo arbeitest du als Barber?
Louiz: Ich habe keinen eigenen Barbersalon, sondern arbeite zur Stuhlmiete. Ich habe mein Unternehmen zu Hause angemeldet und bin bei Johns Barbershop in Hamburg eingemietet. Bis vor Kurzem war das ein Barber&Son Showroom für Barbierstühle mit zwei Barbern, mittlerweile sind hier mehrere Kollegen eingemietet. Wir sind wie ein Team, obwohl wir unterschiedliche Unternehmen sind. Das Geschäft läuft gut, ich habe aufgestockt und einen zweiten Stuhl angemietet sowie einen Angestellten, den ich in Vollzeit zahle.
Warum Stuhlmieter und nicht ein eigener Salon?
Louiz: Wegen der freien Zeiteinteilung und dass man selbst weniger zu organisieren hat. Ich bin nur auf mich und meine Kunden eingestellt. Wenn ich mir morgens freinehmen möchte, dann mache ich das. Theoretisch könnte ich drei Wochen im Monat freimachen, wenn sich das finanziell ausginge. Ich zahle einen fixen Preis, in dem alles inkludiert ist - Miete, Strom, Wasser, Produkte. Ich arbeite mit eigenem Buchungssystem, die Kunden buchen direkt bei mir. Das ist praktisch mein eigener Laden in einem anderen Laden, mit eigenem Logo und eigenem Schlüssel, sodass ich kommen und gehen kann, wann ich will.