Im Interview mit Juliane Krammer
Sie widmen sich aktuell sehr intensiv dem Thema KI für Friseurinnen* Friseure. Was steckt dahinter?
Peter Gress: In das Thema Digitalisierung stieg ich bereits 1995 ein: Es gab den Gamechanger Internet, später Social Media, dann kamen digitalisierte Abläufe und nun die Künstliche Intelligenz. Bei allen Entwicklungen dachte ich mir: Da sind wir dabei!
"Es ist eine große Marketing-Unterstützung!"
Welchen Vorteil gibt es bei der Verwendung von KI für den Friseur-Salon?
PG: Es ist eine große Marketing-Unterstützung. Ob Webseite oder Flyer, die Angst vor dem leeren Blatt wird genommen. Wir haben mit Hilfe von ChatGPT unsere Webseiten-Texte Suchmaschinen-optimiert angepasst oder unseren Marketing-Kalender schreiben lassen … zumindest einen Teil davon, denn die von ChatGPT zur Verfügung gestellten Daten werden aktuell nur bis 2021 abgerufen.
"Da kommt man nicht vorbei! Führungskräfte müssen KI am Schirm haben. Auf die neue Ära muss man sich einstellen."
Sie haben die Facebook-Gruppe „KI für Friseure“ gegründet und zeigen dort KI erstellte Bilder, mit welchem Ziel?
PG: Ich wollte die generative Bilderstellung ausprobieren. Es war etwas ganz Neues und es ist benutzerfreundlich. Für das Ergebnis halten sich die Kosten mit 106 Euro pro Jahr auch im Rahmen. Ich kann nur sagen: Da kommt man nicht vorbei! Führungskräfte müssen KI am Schirm haben. Auf die neue Ära muss man sich einstellen.
Welche Potenziale stecken hierin für die Branche?
PG: Ich kann mit meinem Abo bis zu 3.000 Bilder erstellen. Natürlich muss ich danach aussortieren und es bleibt ein Viertel davon übrig. Aber der Output ist unschlagbar günstig. Früher hatte ich Stock Fotos gekauft. Diese Bilder konnten auch alle anderen kaufen, aber wenn ich meine Bilder selbst generiere, wird niemals das gleiche Ergebnis rauskommen. Auch wenn mein Textbefehl, der sogenannte „Prompt“, von jemand anderem verwendet wird, kommt ein anderes Bild dabei raus.