Im Interview mit Juliane Krammer
Lieber Tobias Essig, mit Mai startete die Brautsaison. Habt ihr aktuell schon Bräute bzw. Probetermine für Brides to be?
Tobias Essig: Es läuft schon wieder normal an – wir haben bereits Probetermine. Man merkt, dass dieses Jahr wieder mehr kirchliche Trauungen geplant sind, weil viele aufgeschoben wurden. Glücklicherweise für die Bräute …
… und ich nehme an, dass das auch ein Glück für den Salon ist. Das große Brautgeschäft ist in den letzten Monaten brach gelegen, oder?
TE: Es waren schon spontan Bräute für standesamtliche Trauungen in den letzten Monaten da, aber richtig große Hochzeitsfeste, wie die Jahre davor, sind ausgeblieben.
Wie sieht das Brautservice im Salon Essig aus? Gibt es bestimmte Extras?
TE: Es gibt bei uns zwei Möglichkeiten: Brautservice im Salon, mit Prosecco, separatem Bereich und gerne kann die Trauzeugin, beste Freundin oder Mutter mitgenommen werden. Im besten Fall lassen die sich auch die Haare bei uns machen. Außerdem wird unser Haus-Service in Anspruch genommen. Dieser ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, weil es zeitlich aufwändiger ist: Oft lassen sich 2,3 Freundinnen, Brautmutter oder Schwiegermutter die Haare machen und ich verlasse die Location erst, wenn das Brautkleid angezogen ist. Das dauert dann schon 4-5h exklusive Fahrtzeit.
" Der Probetermin ist immer Pflicht ... Er wird aber extra verrechnet ..."
Ich habe auf der Website gesehen, dass ihr den Probetermin extra anbietet bzw. verrechnet.
TE: Der Probetermin ist immer Pflicht, wenn wir ein Braut-Styling machen. Er wird aber extra verrechnet, damit sich die Braut entscheiden kann, ob wir final das Styling am Hochzeitstag machen. Außerdem ist die Kundin da unentschlossen und das dauert länger. Wir haben alle nichts zu verschenken, denn der Probetermin ist aufwändiger, als die finale Brautfrisur. Wir probieren 2-3 Styles aus. Mehr sollten es auch nicht sein, um die Kundin nicht zu überfordern.