Gibt es bereits eine Strategie für Oribe?
SB: Für Oribe schauen wir sehr gezielt in die USA, wo Oribe im Luxussegment groß geworden ist. Wir werden Oribe hier im Luxussegment aufbauen. Dafür legen wir derzeit die Grundlagen, ab 2020 gehen wir neue Salons an.
Hat denn das Luxus-Thema Relevanz?
SB: Wie bei allem im Beautybereich sind Ergebnisse wichtig, aber auch die ganze Experience und da ist Luxus ein ganz großes Thema mit einer ganz bestimmten Zielgruppe.
"Die Frage ist doch, was ist ein Luxussalon?"
Ist es denn einfacher eine hochpreisige Dienstleistung oder ein hochpreisiges Produkt zu vermarkten?
SB: Schwer zu sagen, es geht natürlich um das gesamte Paket. Die Frage ist doch, was ist ein Luxussalon, das muss man sich natürlich anschauen und dahingehend unterstützen. Letztendlich ansetzen müssen wir aber bei den Bedürfnissen, mit denen der Kunde in den Salon kommt.
Du hast einen starken Marketing Background, ein Hinweis auf Kaos strategischen Fokus?
SB: Naja, ich habe schon immer eng mit dem Vertrieb zusammengearbeitet. Nichtsdestotrotz steht bei Kao jetzt die Markenstrategie im Mittelpunkt und da ist es wichtig, dass ich aus einem Bereich komme, wo das immer im Fokus lag. Dies mit allen vertriebslastigen Strukturen zusammenzubringen ist erfolgsversprechend.
Welchen Stil dürfen Kao Kunden von Dir erwarten?
SB: Mein Team würde sagen, ich gehe sehr offen mit den Menschen um, wir machen alles gemeinsam. Ich bin humorvoll, versuche Dinge nicht so schwer zu nehmen, was nicht heißt, dass ich die Dinge nicht ernst nehme, aber in Zeiten mit Druck und viel Arbeit sollte man dennoch Spaß haben.
„Wichtig sind Stabilität, Dynamik und eben Mut.“
2018 beschrieb „Attacke“ für Tobias Staehle die Kao-Strategie. Welches Wort würdest du 2019 verwenden?
SB: Da habe ich tatsächlich lange drüber nachgedacht. Ich habe eher ein Motto: „Dare to Grow“, was so viel bedeutet wie „Mutig nach vorne“. Auch wir wollen wachsen und so bleibt ein Teil von „Attacke“, wichtig ist aber auch „Stabilität“, „Dynamik“ und eben „Mut“.
"Wenn man ängstlich ist, ist man schnell auf der Verliererseite."
Mut?
SB: Ich habe lange Leistungssport getrieben und Feld-Hockey gespielt. Das ist hartes Training, ein sehr fairer Sport und man lernt als Team taktisch zu spielen und darin mutig zu sein, zuversichtlich. Daher gebe ich dem Begriff „Mut“ soviel Gewicht. Wenn man ängstlich ist, ist man schnell auf der Verliererseite. Wenn wir es jedoch schaffen Zuversicht aufzubauen, dann können wir alles erreichen, das ist mein Stil.
Und wer ist Stephan Becker privat?
SB: Ein großer Familienmensch! Ich bin Vater von zwei Kindern, meine Tochter ist 13 und mein Sohn 8 und die beiden sind meine größten Hobbies, mehr Zeit bleibt nicht.
Dann wünsche ich Dir noch einen sonnigen Sommer, wir sehen uns im September beim großen Global Zoom Event in Wien, ich freue mich und wünsche einen guten Start.