Max Rieswick ist einer der Geschäftsführer im Traditions-Familienunternehmen Rieswick, die seit 5 Jahren ausschließlich im Bereich Zweithaar tätig sind. Ihr Unternehmen befindet sich in einer kleinen Ortschaft in Nordrhein-Westfalen und somit in einem der von der Corona-Krise in Deutschland am meist betroffenen Bundesland.
imSalon: Dürft ihr euren Salon offenlassen?
Max Rieswick: Ja. Wir haben die Verpflichtung gegenüber den Krankenkassen - solange es möglich ist und vonseiten der deutschen Bundesregierung nichts anderes entschieden wird - Patienten in dieser Zeit beizustehen und sie im Heilungsprozess zu unterstützen. Wir sind Heil- und Hilfsmittellieferanten der Krankenkassen und wenn ein Arzt ein medizinisch indiziertes Rezept ausstellt, müssen wir das Produkt auch liefern.
Ausnahme: bei uns würde jemand erkranken, dann müssen wir das Unternehmen schließen, in Quarantäne gehen und das selbstverständlich den Krankenkassen auch melden.
Was sind im Moment medizinisch notwendige Tätigkeiten?
MR: Jedes Krankheitsbild, was den Verlust des eigenen Haares bedeutet: Verschiedene Alopecia, Schädeloperationen, Haut- und Haarkrankheiten, die als solche von einem Arzt diagnostiziert sind.
Jetzt denken viele Unbetroffene: Kann man denn gerade jetzt nicht warten?
MR: Absolut verständlich, das ist eine 50/50 Frage. Die einen denken, in einer Krankheitsphase kann das ja nicht so schlimm sein, diese Zeit zuhause mit einem Tuch zu überbrücken! Aber andere wiederum denken, ich könnte es nicht, denn für die meisten ist der Haarverlust das schlimmste am Krankheitsbild. Der Blick in den Spiegel trägt viel zu einem guten Krankheitsverlauf bei, das darf man nicht unterschätzen. Ich kann beide Seiten verstehen.
"Nur das ausgestellte Rezept eines Arztes berechtigt den Kunden herzukommen."