„Es ruft uns ja niemand an. Gefühlt ändert sich jeden Tag etwas und wer nicht selbst schaut, bleibt ahnungslos.“
Von wem und wie wurdet ihr über den Lockdown informiert?
Manuela Holzer: Die Erstinformation bekamen wir letzte Woche von der WKO Salzburg, die es auch an den Bürgermeister weiterleiten. Dann ging alles recht schnell. Wir mussten uns selbst bei der Friseurinnung Salzburg informieren, was das für uns bedeutet, es ruft uns ja niemand an. Erst am Freitag stand dann auch wirklich fest, dass ab Samstag alles heruntergefahren wird. Wir müssen täglich schauen, ob es Neuigkeiten gibt. Gefühlt ändert sich jeden Tag etwas und wer nicht selbst schaut, bleibt ahnungslos.
„Für die Bewohner Kuchls sind wir geöffnet.“
Seid ihr komplett geschlossen?
MH: Nein. Wir dürfen geöffnet haben, allerdings nur für die BewohnerInnen Kuchls. Unsere Kundschaft ist zwar zum Teil aus Kuchl, zum Teil allerdings auch aus Salzburg Umgebung. Von denen kann uns natürlich niemand erreichen. Dieser Umsatz wird fehlen…
Kuchl ist zugesperrt, niemand kann raus, niemand kann rein. Was ist mit den MitarbeiterInnen, die nicht aus Kuchl kommen? Dürfen diese arbeiten?
MH: Wir haben zum Glück nur eine Auszubildende, die nicht aus Kuchl kommt. Da musste ich dann Urlaub verordnen, arbeiten darf sie momentan bei uns nicht. Die Straßen sind ja auch zugesperrt und Polizeiüberwacht, hier kommt niemand von außerhalb rein.
„Ich meine 1.000€ sind nicht viel für die Schäden, die während dieser Zeit entstanden sind.“
Bekommt ihr finanzielle Unterstützung?
MH: Nein. Es wurde uns zwar etwas versprochen, aber bislang haben wir noch nichts davon gehört. Das steht alles noch in den Sternen. Wir haben für den ersten Lockdown 1.000€ / Monat zurückerstattet bekommen. Ich meine 1.000€ sind nicht viel für die Schäden, die während dieser Zeit entstanden sind.