Im Interview mit Birgit Senger
Was war 2020 die größte Herausforderung?
Dennis Machts: Ganz klar, der sechswöchige Shutdown im März/ April. Der hat finanziell mächtig reingehauen. Was uns das ganze Jahr begleitete, war leider dauerhafte Unsicherheit und Planungs-Unmöglichkeit. Das hat Ängste und schlechte Gefühle geschürt, die sich auf die Seelen der Menschen auswirkten. Zum Glück gehört es zu meinen Stärken schnell umschalten zu können und Lösungen zu finden.
Was waren Deine Lösungen?
DM: Wir haben unser komplettes Team durchschnittlich 4 Stunden am Tag online trainiert. So haben wir die Zeit sehr effektiv nutzen können und sind im Mai mit einem sensationell selbstbewussten Team gestartet.
Was fehlt Dir am meisten?
DM: Klarheit. Natürlich ist es hart alles schließen zu müssen, aber wenn wir nur so das Virus eindämmen können, dann macht das Sinn. Ich hätte mir einen härteren Lockdown im November, so wie bei den Kollegen in Österreich, gewünscht. Leider sieht man aktuell, dass 3 Wochen leider nicht ausreichen.
„Wir werden die Zeit nutzen, um punkten zu können, wenn es wieder losgeht.“
Wie gehst du mit dem 2. Lockdown um?
DM: Schulen, schulen und nochmals schulen. Wir werden Salonabläufe optimieren, die interne Kommunikation verbessern und den Umgang mit Reklamationen trainieren. Außerdem soll jeder lernen, wie man coole Fotos für Social Media schießt. Uns wird nicht langweilig. Wir werden die Zeit nutzen, um punkten zu können, wenn es wieder losgeht.
„…mir in Zukunft regelmäßig eine Auszeit einplanen“
Welche Erfahrungen haben die letzten Monate Dir persönlich gebracht?
DM: Mich persönlich hat 2020 dazu gebracht, mehr zu mir selbst zu finden. Ich habe Homeoffice schätzen gelernt. Mir wurde deutlich, dass ich mir in Zukunft regelmäßig eine Auszeit einplanen muss, um Visionen für mein Unternehmen zu entwickeln, eine Pause kann sehr inspirierend sein.
Zu Dir selbst finden?
DM: Meine Stärke ist, dass ich sehr visionär bin. Meine Schwäche ist, dass ich immer jemanden brauche, der hinter mir aufräumt. Zum Glück gibt es seit Jahren tolle Menschen um mich herum, die meine visionären Gedanken ordnen. Dennis ist gut darin Dinge ins Laufen zu bringen, aber Dennis ist nicht detailverliebt.