Gab es auch Ängste vonseiten der Mitarbeiter oder Fragen?
RT: Die größte Angst war eigentlich, was mache ich mit meinen Samstags-Stammkunden?
„Das allergrößte Learning war, dass die meisten eigentlich eh gar nicht mehr am Samstag zum Friseur wollen.“
Wie haben denn die Kunden reagiert, gab es da Probleme?
RT: Die Kunden finden das super! Für mich war dabei das allergrößte Learning, dass die meisten eigentlich eh gar nicht mehr am Samstag zum Friseur wollen. Die Kommentare lauteten: Toll, jetzt muss ich nicht mehr am Samstag drei Stunden zum Friseur, sondern erledige das unter der Woche abends. Es gab eine einzige Beschwerde, eine Kundin wollte unbedingt samstags kommen. Ja, das ist Pech, denn im Gegenzug haben wir sehr viele neue Kunden gewonnen.
„Wir haben jede Woche einen kleinen Kurzurlaub“
An welchen Tagen habt ihr geöffnet?
RT: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag! Dadurch haben wir jedes Mal einen kleinen Kurzurlaub. Selbst ich genieße das so unglaublich, dass ich richtig nachvollziehen kann, wie das jeden glücklich macht. Die Stimmung im Salon ist unglaublich!
„Die Vorfreude auf 3 freie Tage dominiert immer …“
Was war das Schwierigste in der Umstellungsphase?
RT: Meine einzige Angst war die vor den langen Tagen, also 9-10 Stunden am Tag im Geschäft zu stehen. Aber das macht überhaupt nichts, weil man dann einfach an den Freitag und das folgende lange Wochenende denkt. Die Vorfreude dominiert immer dieses Bangen vor dem langen Tag.
Wann hast du konkret damit begonnen?
RT: Am 18. Juni. Davor haben wir alle Kunden angeschrieben und wie gesagt, es kam super gut an. Wir sind jetzt immer zu acht im Salon. Das stärkt auch ungemein das Team-Bewusstsein.
Wie ist das mit den Auszubildenden?
RT: Ich habe aktuell zwei Auszubildende. Die verlängern einfach ihre Pause, da sie bereits über 18 sind, ist das überhaupt kein Problem.
„Andere Azubis wollen jetzt bei uns weiterlernen. Der freie Samstag scheint ein unglaubliches Zugpferd in der Ansprache junger Leute zu sein.“
Wie war das Feedback der Auszubildenden?
RT: Unsere Azubis kommen aus der Berufsschule zurück und sagen, dass ihre Berufsschulkolleginnen mittlerweile alle fragen, ob sie hier weiterlernen dürfen, weil sie das auch gerne hätten. Also der freie Samstag scheint ein unglaubliches Zugpferd in der Ansprache junger Leute zu sein. Ich habe tatsächlich auch einen Mitarbeiter aufgrund dieser medialen Aufmerksamkeit auch gewonnen.