Daniel, jetzt kommst Du auch ins Fernsehen. Dein erstes Mal?
Daniel Golz: Ja, das ist tatsächlich meine erste TV-Produktion. Man ist ja schon öfter auf mich zugekommen, aber ich habe immer Nein gesagt.
Was hat Dich an diesem Format überzeugt?
DG: Es hat mir zugesagt, weil es komplett auf den Menschen zugeschnitten ist und nicht nur auf einzelne bestimmte Friseure, oder Dragqueens, Barber und die LGBQT Community in den Mittelpunkt stellt.
Was war Deine Aufgabe?
DG: In über 20 Folgen als Friseur jeden Tag eine Tür aufzumachen und einen unbekannten Kunden zu empfangen.
Ihr kanntet die Kunden zuvor nicht?
DG: Nein, es war jeden Tag eine Überraschung.
„Meine Aufgabe war es, das Äußere an das Positive im Inneren anzupassen.“
Was waren das für Menschen?
DG: Es sind Menschen, die an einem besonderen Lebensabschnitt stehen und diesen zelebrieren. Manche kamen aus einer Scheidung, hatten eine lange Krankheit hinter sich, einen Todesfall und starteten jetzt in ihr neues Leben durch. Meine Aufgabe war es, das Äußere an das Positive im Inneren anzupassen.
Wie hast Du Dich dem genähert?
DG: Durch unglaublich lange, intensive Gespräche. Ich habe oft erst abends bemerkt, wie unglaublich anspruchsvoll es ist, so starke Beratungen zu führen. Es waren sehr persönliche Gespräche, bei welchen wir den Kunden sehr nah kennenlernen durften.
Und kamen sie mit einer Frisuren-Vorstellung?
DG: Alle waren sehr offen. Für mich war wichtig in Erfahrung zu bringen ‚Was ist so gar nicht Deins?‘ und ‚Was ist Deine Vorstellung?‘ Damit konnte ich gut arbeiten.
„Mit einer Kundin habe ich Haar-Roulette gespielt.“
Was waren besondere Erlebnisse dabei?
DG: Mit einer Kundin habe ich Haar-Roulette gespielt. Ich habe hinter ihrem Rücken 2 Zettel mit Stylingvorschlägen gehalten und sie wählte einen aus ohne zu wissen, was es ist. Es gab ja die ganze Zeit keine Spiegel.