Der Privatsalon als krisenfestes Konzept, „nachwachsende“ Mitarbeiter*innen aus eigener Ausbildung und der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten auch für Jugendliche.
Ein Gespräch mit Katja Ottiger
Hannes, ihr habt in gerade feierlich euren zweiten Salon eröffnet. Warum jetzt, während alle von Krise sprechen, die Teuerung in aller Munde ist?
Hannes Steinmetz: Weil wir erlebt haben, dass unser Konzept des Privatsalons einen Sicherheitsaspekt ausströmt, der gut wahr- und angenommen wird. Wir haben deutliches Wachstum bei Kunden und Umsatz und mit diesem Erfolg entwickeln sich auch unsere Lehrlinge positiv. Wir nutzen die Gunst der Stunde, um auf der einen Seite den nachwachsenden Talenten Möglichkeiten und Karrierechancen zu bieten und auf der anderen unseren kommerziellen Erfolg zu steigern. Oder einfach unternehmerisch denkend gesagt: Wenn andere sich überlegen, einen Salon zu schließen, ist ein guter Moment, einen Salon zu eröffnen.
Der Standort ist abseits der Innenstadt – was spricht dafür?
HS: Weil das eine der schönsten Wohngegenden Wiens ist und wir hier die Kundschaft finden, die unser Konzept schätzen wird. Wir haben lange gesucht und verschiedene Objekte geprüft. Den Expansionswunsch gab es schon vor der Pandemie, aber kein konkretes Datum und durch die Lockdowns waren wir, ehrlich gesagt, auch happy, dass es sich erst jetzt konkretisiert hat.