Ist Davines eigentlich vegan?
Stephan: Zum Großteil ja, nur eine Handvoll ist es NOCH nicht. Es gibt einige Produkte, die enthalten Bienenwachs. Bienenwachs ist in der veganen Community allerdings eine Streitfrage.
Gibt es Unterschiede zwischen Land und Stadt?
Paul: Nachhaltigkeit entwickelt sich auch stark auf dem Land. Wir haben mittlerweile 2 Salons, die in einen Bauernhof integriert sind. Da stehen neben dem Salon die Kühe. Das zieht Kunden von überall her an. Ich beobachte hier spannende Entwicklungen. Salonunternehmer beschäftigen sich intensiv mit ergänzenden Themen wie Fassadengestaltung, Abdichtung oder Solaranlagenbetrieb für den Salon. Gestaltung mit natürlichen Produkten ist ein großes Thema auf dem Land.
Stephan: Ein Stadt-Land Gefälle gibt es schon immer noch. Bei unseren Kunden ist es nicht ganz so groß. Unsere Zielgruppe ist sehr stark von Nachhaltigkeit geprägt und da ist es egal ob Stadt oder Land. Es kommt auf die Einstellung, Werte und Ziele an und die sind ident.
Ein Friseur, der mit Nachhaltigkeit nichts zu tun hat, wird auch nicht zwingend auf Davines stoßen.
Der österreichische Markt hat sich massiv in Richtung EPUs entwickelt. Wer macht bei euch die Mehrheit aus?
Patrick: Die Tendenz geht zu Ein-Personen-Unternehmen, das sehen auch wir. Die Schwierigkeit Personal zu finden, führt viele dazu, klein bleiben zu wollen. Auch mit Davines haben wir sehr viele kleine Unternehmen, die sehr froh sind, dass sie bei uns ein Rundum-Paket erhalten. Da hilft dann unsere persönliche Ebene sehr.
Ist der Produktverkauf bei EPUs höher, weil ChefIn direkt drinnen steht?
Paul: Beim Produktverkauf kommt es immer auf die individuelle Person an. Wir haben sehr große Fans, die ausschließlich mit Davines arbeiten. Ein kleiner Kunde braucht andere Unterstützung als ein großer Kunde und da können wir als Team mit unseren unterschiedlichen Expertisen punkten.
Patrick: Vor allem die Verpackung bewirkt einiges. Ich beobachte gerne, wie Endkunden vor den Regalen stehen und sich die Produkte ansehen. Wir bieten dafür eigene Regale an, um Produkte gut auszustellen und das unterstützt den Verkauf sehr.
Stephan: Leider legen noch immer zu wenige Friseurunternehmer Wert auf einen Verkaufsbereich. Was wir merken ist, dass Kunden mit einem offenen Verkaufsbereich und zugänglichen Regalen sehr viel mehr verkaufen. Das Schöne ist, dass der Friseur dann gar nicht selbst verkaufen muss, da der Kunde sich selbst bedient.
Ihr habt neben Haar auch Body-Produkte. Wie funktionieren diese im Salon?
Stephan: Wir haben 2 Serien rund um Body, es sind Nischenprodukte, aber ein sehr guter Zusatzverkauf im Salon. Bei OI läuft es über den sehr beliebten Duft der OI Serie, die Kundinnen auch für Ihren Körper und Handpflege wünschen. Es ist kein vorrangiges Thema, aber es ist eine optimale Ergänzung, weil es ganzheitlich ist.
Paul, was waren deine ersten Erlebnisse im Friseurbereich?
Paul: Das war ja alles sehr neu für mich. Was mich von Anfang an begeistert hat, ist der respektvolle Umgang untereinander.
Patrick, wie kommt man dazu, von der Bank in den Friseurbereich zu wechseln?
Patrick: Meine Frau war hier der zündende Faktor. Sie hat selbst eine Make-up Artistik Ausbildung und hat mir den Lifestyleaspekt der Branche nahegebracht. Das hat mir gefallen. Als Christian Öhlböck mir von seinen Plänen erzählte, habe ich mich rasch dafür entschieden.
Und von der Schule in den Vertrieb?
Paul: Ich war lange mit meiner Frau Kundin in Christians Salon. Für mich sind die Themen Nachhaltigkeit, Sport, Gesundheit und Ernährung sehr inspirierend. Sie haben schon immer eine große Rolle für mich gespielt. Entscheidend für mich war, hier etwas bewegen zu können.
Stephan, du bist schon sehr lange in der Branche. Was hat sich für dich maßgeblich verändert?
Stephan: Es hat sich alles um 180 Grad gedreht. Im Endeffekt ist der klassische Außendienst ja nicht mehr das, was er mal war. Früher hat man Kunden abgeklappert und hinein verkauft. Mittlerweile sind die Aufgaben sehr viel umfangreicher geworden. Die Ansprüche der Kunden sind andere, man sucht einen fachlichen Austausch auf Augenhöhe. Wir sind sehr involviert in das Salongeschehen, wirtschaftlich wie fachlich, aber auch in Belange wie Social Media. Einen Riesenvorteil, den wir jetzt haben, sind extrem kurze Wege zu kompetenten Ansprechpartnern im Team. Und hier hilft jeder jedem auf dem kurzen Dienstweg.
Wie ergänzt ihr euch untereinander?
Paul: Für mich ist es wichtig zu wissen, dass ich meine Kollegen jederzeit anrufen kann.
Patrick: Wir sind alle auf einer Wellenlänge, können untereinander Wissen anzapfen, das macht schon Spaß.
Stephan: Wir sind ein junges dynamisches Team und wir machen alles Neue gemeinsam.
Ich bin froh, bei Davines in einem kleinen Team zu arbeiten, in dem ich mitreden kann. Und natürlich, wo der Spaß nicht zu kurz kommt.
Euer Ziel für die Marke?
Paul: Das Thema Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben und mit unseren Fans and Friends einen coolen, nachhaltigen, zukunftsorientierten Weg gemeinsam zu gehen.
Patrick: Gemeinsam mit unseren Kunden zu wachsen.
Stephan: Jeder Friseur in Österreich soll in den nächsten Jahren von Davines zumindest einmal gehört haben.
Ihr seid ein tolles Dreamteam, ich wünsche euch weiterhin viel Spaß und vor allem viel Erfolg.
ÜBER …
Patrick Höglinger, Ex-Banker seit 02/2021 bei Davines
Paul Haindl, Ex-Lehrer seit 05/2021 bei Davines
Stephan Klammer, seit 2018 bei Davines und seit 2007 in der Friseurbranche