Wie wichtig ist Weiterbildung aus MitarbeiterInnen Sicht?
NF: Mitarbeiter sind nicht immer offen für Veränderung, aber man kann Menschen sehr leicht da heranführen und motivieren. Das interessiert mich und macht mir Spaß. Auch deshalb bin ich froh, hier zu sein, denn hier habe ich die Möglichkeit dazu.
Für wie viele Mitarbeiter wirst du hier Verantwortung haben?
NF: Insgesamt haben wir an den 3 Standorten Reumannplatz, Kepplerplatz und Favoritenstrasse 26 MitarbeiterInnen, davon 7 Lehrlinge. Es macht Spaß, alle langsam kennenzulernen. Ich hatte diese Woche bereits meinen ersten Trainingsabend. Es hat mir urgut gefallen, zu sehen, wo jeder steht und welche Potenziale es gibt. Es haben sich auch alle darüber gefreut, dass sie jetzt eine Struktur erhalten.
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Weiterbildung ist ein großes Steckenpferd von dir. Wird es auch externe geben?
NF: Vorerst forcieren wir interne Weiterbildung, denn wir müssen Step-by-Step gehen und schauen, dass es bei uns rund läuft und die Qualität gut ist. In nächster Folge strukturieren wir uns neu und bestimmen den Weg, der natürlich auch extern sein wird.
Wie bereitest du dich selbst auf deine Aufgaben vor?
NF: Meine Räder im Kopf drehen ständig! Ich bin sehr kreativ und überlege mir immer wieder neue Dinge. Ich habe schon ganz viele Ideen, eigentlich seit dem ersten Tag hier. Zum Beispiel gibt es so viele leerstehende Räume, da könnte man ein Yogastudio öffnen oder sich eine Energetikerin einmieten.
„Beim Yoga ist alles heile Welt, das ist es in unserem Job nicht immer nur.“
Das klingt nach viel Arbeit, welchen Ausgleich schaffst du für dich?
NF: Ich schaue sehr auf die notwendige körperliche und geistige Balance in meiner Freizeit und so ist es gut für mich. Yoga ist ein super Ausgleich zu meinem Job. Wir sind Dienstleister und haben mit vielen Kunden zu tun. Beim Yoga ist alles heile Welt, das ist es in unserem Job nicht immer nur, so toll er auch ist. Vor 2 Jahren habe ich im Übrigen auch die Yogalehrer Ausbildung gemacht.
Wow, und du gibst aktiv Yoga-Unterricht? So nebenbei?
NF: Ja, das macht mir einfach Spaß und ich bin halt ein bisschen der Lehrerinnentyp. Zweimal die Woche gebe ich Yoga-Unterricht, Montagabend und sonntags je 2 Stunden. Wenn ich unter Spannung stehe, dann geht es mir nach Yoga immer gut. Und ich praktiziere fast täglich. Es ist ein wunderbarer Ausgleich zu meinem Job.
Und du schaffst es gut, dir die Zeit dafür zu nehmen?
NF: Ich finde es wichtig, dass man im Leben Platz schafft, für andere Dinge und nicht nur in einem Thema drinnen ist. Ich glaube, wir Frauen sind darin sehr gut.
Kannst du dir denn vorstellen, den Betrieb ganz zu übernehmen?
NF: Ja, das kann ich mir vorstellen. Ich wollte mich eigentlich nie selbstständig machen, obwohl ich mich nicht davor scheue, hart zu arbeiten. Dennoch sehe ich mich noch nicht als Unternehmertyp, Selbstständigkeit wäre eine andere Liga.
Wo siehst du denn die Zukunft von Friseurbetrieben? Was braucht der Markt in Zukunft?
NF: Es gibt immer mehr kleine Betriebe, die eine Wohnzimmeratmosphäre schaffen und auch der Name des Betriebes ist gar nicht mehr so wichtig. Ich glaube, es wird wichtig sein, sich zu verändern. Auch in einem Traditionsbetrieb, der viele Jahre funktioniert hat, müssen wir neu denken.
Vor allem auch zuhören, was unsere Kundinnen wünschen.
„Stellenwert der emotionalen Kompetenz ist genauso wichtig, wie der, der fachlichen Kompetenz.“
Was beobachtest Du bei KundInnen?
NF: Viele KundInnen wollen gar nicht mehr nur den Haarschnitt, sondern suchen Wohlfühlatmosphäre und persönliche Individualität. Ich glaube auch, dass der Stellenwert der emotionalen Kompetenz genauso wichtig ist, wie der, der fachlichen Kompetenz.
Das fordert auch die Ausbildung heraus, denn man muss auf Persönlichkeit schauen und Kompetenzen auf allen Ebenen anfassen und ausbauen.