Im Gespräch mit Katja Ottiger
Du bist Mitgründerin der J.7 group und mit dieser seit Jahren erfolgreich. Als einzige Frau zwischen den männlichen Fünf (Achim Rothenbühler, Jens Swafing, Alexander Mäckl, Michael Knöpfle und Thomas Wormser, Anm.), wie war das so?
Ramona Lesny: Die ersten Jahre waren nicht immer leicht, weil man als Frau immer mehr tun muss, als ein Mann, um die gleiche Akzeptanz zu haben. Aber der Frauenpart ist wichtig, weil er einen anderen Blickwinkel hineinbringt. Ich habe meine Position in der Firma gefunden und fühle mich in dieser wohl. Die Jungs sind für mich wie Brüder, wie Familie. Allein ►Achim (Rothenbühler, Anm.) kenne ich seit 30 Jahren, wir wissen viel voneinander und sind ein eingespieltes Team.
„Die einen mögen die Bühne (…) ich ziehe die Fäden im Hintergrund.“
Als Sprachrohr nach außen und auf den Bühnen stehen die J.7 Männer. Warum nicht du?
RL: Weil ich das nicht möchte und nie wollte. Als es anfangs darum ging, Trainerausbildungen zu machen, Seminare zu geben und auf den Bühnen zu stehen, entschied ich mich bewusst für die Visagisten-Ausbildung und für das Arbeiten hinter der Bühne. Ich bin bei ihnen, arbeite mit ihnen und ziehe die Fäden im Hintergrund. In solch einem Team muss jeder seine Position finden. Die einen lieben die Bühne - ich mag es nicht einmal, wenn man von mir ein Foto macht.