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Diethard Mausser ist seit 2010 Landesinnungsmeister der Friseure im Burgenland | Credit: Chris Hofer imSalon

10.04.2025

"Wir handeln, das Burgenland erhält eine eigene Friseurschule "

Wettbewerbsdruck durch Grenznähe, zu viele EPU’s, zu wenige Ausbildungsplätze. Innungsmeister Diethard Mausser stellt klar, wo die Probleme im Burgenland liegen, und lässt mit der Idee einer eigenen Friseurschule aufhorchen, an der Unternehmen und Pädagog*innen gemeinsam ausbilden.

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Diethard Mausser wurde als ►Landesinnungsmeister im Burgenland bestätigt und startet mit klaren Visionen in seine vierte Amtszeit. 3 Fragen, 3 Antworten - wir wollten mehr erfahren und haben nachgefragt.

Diethard Mausser, Landesinnungsmeister der Friseure Burgenland im Schnellcheck:

Vor welchen Herausforderungen steht das Friseurhandwerk im Burgenland?
Diethard Mausser: Das Friseurhandwerk im Burgenland steht vor mehreren Herausforderungen. Durch unsere geografische Lage an der Grenze zu Ungarn und Slowenien spüren wir besonders stark den Wettbewerbsdruck durch unterschiedliche Preispolitiken. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Ausbildungsplätze – nicht zuletzt aufgrund des hohen Anteils an Ein-Personen-Unternehmen. Viele etablierte Betriebe stehen zudem vor einem Generationenwechsel, da ihre Inhaberinnen bald in Pension gehen.

Um dem entgegenzuwirken, laufen aktuell vielversprechende Gespräche über die Gründung einer Friseurschule, die eine praxisnahe Ausbildung im dualen System ermöglicht – mit Verantwortung bei Schule und Unternehmer*innen gemeinsam.

"Meine Vision ist eine neue Generation junger Friseurinnen im Burgenland: selbstbewusst, kompetent, stolz auf ihr Tun."

Was sind deine Visionen für die Burgenländischen Friseurunternehmen?
DM: Ich war nie nur Handwerker – ich war immer ein Visionär. Für mich ist das Friseurhandwerk mehr als ein Beruf: Er ist Kultur, Identität und gelebte Kreativität.
Meine Vision ist eine neue Generation junger Friseurinnen im Burgenland – selbstbewusst, kompetent, mit Stolz auf ihr Tun. Und dafür schaffen wir jetzt die Grundlagen. Eine eigene Friseurschule wird bald Realität. Ein Ort, an dem Unternehmerinnen und Pädagog*innen gemeinsam ausbilden – mit Herz, Verstand und echter Leidenschaft. Nicht träumen, sondern handeln – das ist mein Weg.

Was wird eine deiner wichtigsten nächsten Amtshandlungen?
DM: Eine meiner nächsten und wichtigsten Amtshandlungen wird es sein, konkrete und längst überfällige Verbesserungen für unsere Friseurbetriebe auf politischer Ebene einzufordern. Das betrifft nicht nur das Burgenland – aber gerade hier im Grenzgebiet braucht es endlich gezielte Entlastung.

Ich fordere treffsichere Betriebshilfe bei Krankheit von Unternehmer*innen – niemand darf in Existenznot geraten, nur weil er oder sie ausfällt. Auch die Finanzierung kleiner betrieblicher Investitionen muss erleichtert werden: Fördermodelle für Mikrokredite bis 50.000 Euro wären ein sinnvoller erster Schritt.

Und: Wenn wir wirtschaftlich mit den Nachbarländern konkurrieren, brauchen wir auch steuerliche Rahmenbedingungen, die das ermöglichen. Steuererleichterungen im Grenzraum sind kein Wunschdenken – sie sind überfällig.
Unser Handwerk verdient Anerkennung – und die zeigt sich auch in der politischen Realität.

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