Im Gespräch mit Katja Ottiger
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„80 % meiner Farbkundinnen mögen es grau“
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"Ich sehe weißes bzw. graues Haar nicht als Nische, denn dieses Thema wird von wenigen wirklich bedient, obwohl es viele betrifft."
Martin, du hast dich auf Silver Ladies spezialisiert und unterstützt Frauen in dem Wunsch, zu ihrem weißen Haar zu stehen – eine Nische mit Potenzial?
Martin Dürrenmatt: Ich sehe weißes bzw. graues Haar nicht als Nische, denn dieses Thema wird von wenigen wirklich bedient, obwohl es viele Menschen betrifft. Frauen, die ihre weißen Haare (über)färben, sind von Natur aus Silver Ladies. Und das ist eine unglaublich große Zielgruppe. Ich begleite meine Kundinnen auf ihrem Weg vom gefärbten, künstlichen Farbton zu ihrem natürlichen Weiß oder Grau. Das ist eine dankbare und auch kaufkräftige Zielgruppe, die wir nicht unterschätzen sollten.
Woher kommt deine Leidenschaft für graues Haar?
MD: Anfangs wollte ich eine Kollektion mit Frauen über 60 mit weißem und grauem Haar machen. Ich fand das einfach cool. Jetzt bin ich bereits seit zwei Jahren mit meinen ►Silver Ladies unterwegs und sehe, wie das Thema des natürlich schönen Älterwerdens, gerade mit grauem Haar, für viele Frauen wichtig ist und im Trend liegt. Meine Spezialisierung hat sich einfach so ergeben.
Woher kommt deine Leidenschaft für graues Haar?
MD: Anfangs wollte ich eine Kollektion mit Frauen über 60 mit weißem und grauem Haar machen. Ich fand das einfach cool. Jetzt bin ich bereits seit zwei Jahren mit meinen Silver Ladies unterwegs und ich sehe, wie das Thema des natürlich schönen Älterwerdens, gerade mit grauem Haar, für viele Frauen wichtig ist und im Trend liegt. Meine Spezialisierung hat sich einfach so ergeben.
"Bis vor kurzem noch wurden weiße Haare gefühlt erst im Altersheim getragen ..."
Die Farbe Grau trägt das Stigma der alten Frau, oder?
MD: Ja, leider und dieses Vorurteil kann ich auch, trotz vieler toller Beispiele, nicht von heute auf morgen beseitigen. Neue Themen brauchen eben Zeit. Bis vor kurzem noch wurden weiße Haare gefühlt erst im Altersheim getragen, weil in der Regel erst dann die Haare nicht mehr gefärbt wurden. Bei meinen Kundinnen sehe ich, dass weiß werden nicht gleich alt sein bedeutet und dass graues Haar nicht zwingend kurz getragen werden muss, sondern auch lang sein darf, wie bei vielen meiner Silver Ladies.
Wie hoch ist dein Prozentsatz an Grau- bzw. Weißkundinnen?
MD: Das sind ca. 80 % meiner Kundinnen. Seit Juni bediene ich Kundinnen nur noch einmalig bzw. während der Silver-Ladies-Transformation. Danach übernimmt meine Kollegin, was auch daran liegt, dass ich keine regelmäßigen Termine mehr anbieten kann.
... was an deiner Vielzahl an Shows und Seminaren liegt, die du mittlerweile zu diesem Thema machst. Aber wie ist das: Für deine Kundin beginnt alles mit der Transformation und einem der speziellen Silver Ladies Services?
MD: Genau. Im mehrstündigen Prozess ziehe ich die Farbe heraus, die die Naturfarbe übertönt bzw. entferne den Gelbstich. Danach wird das Haar entsprechend dem Wunsch meiner Kundin oder der natürlichen Grau-Schattierung entsprechend neu angesetzt. Wo die Haare weißer sind, mache ich sie weißer, wo sie dunkler sind, mache ich sie dunkler.
Was sind denn die beliebtesten Techniken?
MD: Bei den Silver Ladies, die bereits silber sind, mache ich gerne Glossings, um das „Grau“ glänzender und knackiger aussehen zu lassen. Ist eine Silberlady zu weiß oder wirkt das Haar zu strukturlos, setze ich Lowlights. Aber auch Ombré-Techniken sind beliebt.
Viele Frauen haben keine Lust mehr aufs Haar färben. Nur dass sie „grau“ tragen, bedeutet ja nicht, dass sie keine Farbkundinnen mehr sind. Wie regelmäßig kommen die Frauen wieder?
MD: In welchen Abständen unsere Kundinnen nach der Transformation dann zu uns kommen, ist individuell. Manche lassen die Farbe herauswachsen und kommen alle drei Monate zum Glossing, andere kommen alle sechs bis acht Wochen für Lowlights. Das kommt immer auf die Basis und die Haarlänge an, aber auch auf die Art der Pflege, Hitzeeinwirkung oder Wasserhärte zu Hause.
Auf welche Farben setzt du?
MD: Ich arbeite mit Goldwell.
Du gehst jetzt einen Schritt weiter und launchst deine eigene Produktlinie SILVER.sense für silbernes und weißes Haar. Warum? Gibt es nichts auf dem Markt?
MD: Bei mir ist da jetzt alles so zusammengekommen: das Können, das Verstehen der Ziel- und Altersgruppe und der Spaß an den Ergebnissen. Natürlich gibt es Silber-Shampoos, aber mit meinen Produkten perfektioniere ich meine gesamte Spezialisierung der Silver Ladies. Das Thema „weiß“ wird von wenigen Salons in der Art und Weise bedient, wie ich es tue. Damit liegt es auch nicht im Produktfokus der Industrie.
Du startest mit Shampoo und Conditioner. Was sind deine weiteren Pläne für deine Marke?
MD: Ich habe keinen Plan im weiteren Sinne. Ich lasse das Produkt arbeiten und schaue, in welche Richtung es sich entwickelt. Meine Zielgruppe sind Frauen mit weißem und grau aussehendem Haar, egal ob sie 30, 40 oder 70 Jahre alt sind.
Wer hat dich in der Entwicklung unterstützt, was war dein Part dabei?
MD: Meine Partner ist das Schweizer Unternehmen Swifiss. Ich hatte die Idee zu den Produkten, zu Aussehen und Geruch und ich habe ein tolles Team im Hintergrund, das die Umsetzung ermöglicht hat.
Können andere Friseursalons deine Produkte beziehen?
MD: Wir produzieren in der Schweiz und haben das System so aufgebaut, dass man SILVER.sense auch in Deutschland und Österreich beziehen kann. Die mehrsprachige Produktebeschreibung macht es auch für Italien und Frankreich zum Thema und könnte den Brand international platzieren.
Martin Dürrenmatt ist u.a. internationaler Goldwell Artist und mit seinen Silver Ladies immer wieder in Seminaren und Shows unterwegs. Interessiert mit Goldwell?
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